Düngung von Aquariumpflanzen mit Aqua SYSTEM

Um ein Artgerechtes Aquarium einzurichten, ist es für die meisten Zierfische notwendig eine mehr oder weniger Dichte Bepflanzung anzulegen. Wenn der Düngung von Aquariumpflanzen jedoch nicht die nötige Qualität entgegengebracht wird, ist der Pflanzenwuchs oft nicht zufriedenstellend. Im schlimmsten Fall stellen sich andere Probleme wie übermäßiger Algenwuchs ein.

Für alle Vorgänge im Aquarium ist es wichtig die Kreisläufe zu kennen und die Gleichgewichte einzuhalten. Hierzu gibt es keine Pauschallösung. Für die Düngung von Aquariumpflanzen sollte man jedoch auf jeden Fall berücksichtigen, dass Pflanzen mehr als nur Licht und CO2 benötigen. Um den Bedingungen in den unterschiedlichsten Aquarien gerecht zu werden ist das Düngesystem Aqua SYSTEM modular aufgebaut und kann so an die speziellsten Bedürfnisse angepasst werden.

Durch die Düngung mit "System" lassen sich blühende Landschaften schaffen.
Durch die Düngung mit „System“ lassen sich blühende Landschaften schaffen.

Düngung von Aquariumpflanzen mit dem Aqua SYSTEM Düngesystem

 Typ  Variante und Anwendungsbereich
 Basisdüngung  Aqua SYSTEM 02 Eisenvolldünger Aqua SYSTEM 02 Eisenvolldünger ist der Basisdünger für die meisten Aquarien. Dieser Dünger bietet einen gesunden Querschnitt durch die meisten Nährstoffe, die von Aquarienpflanzen benötigt werden. In Aquarien, in denen das Hauptaugenmerk auf die Zierfische gelegt wird, kann eine Düngung mit diesem Dünger bereits ausreichen, wenn das Aquarium mäßig bepflanzt und durchschnittlich beleuchtet ist.
 Basisdüngung  Aqua SYSTEM 03 Starklichtdünger Der Aqua System 03 Starklichtdünger ähnelt in der Zusammensetzung dem Aqua 02 Eisenvolldünger, ist jedoch höher konzentriert. So kann das nötige Gleichgewicht zwischen Licht und Nährstoffen mit weniger Dünger erreicht werden. Dieser Dünger wird bei stark bepflanzten Aquarien empfohlen, oder wenn eine T5 oder LED Beleuchtung von etwa 1 Watt pro Liter (oder mehr) im Einsatz ist.
 Zusatzdüngung  Aqua SYSTEM 04 Kalium Zusatzdünger Dieser Zusatzdünger kann nicht pauschal für alle Aquarien empfohlen werden. Er ergänzt gezielt den Grundnährstoff Kalium. In der Regel kommen die meisten Pflanzen ohne eine zusätzliche Zugabe von Kalium aus. Wichtig ist Kalium allerdings für Moose. Befinden sich viele Moose im Aquarium, kann also über eine Zugabe nachgedacht werden.
 Zusatzdüngung  Aqua SYSTEM 05 Nitrat Zusatzdünger Nitrat ist ein Nährstoff, der durch die natürlichen Kreisläufe im Aquarium erzeugt wird. Daher ist vor allem in Aquarien in denen Fische mit starkem Stoffwechsel gehalten werden ausreichend Nitrat vorhanden. Werden Fische mit weniger Stoffwechsel in einem dicht bepflanzen und gut Beleuchtetem Aquarium gehalten, kann es jedoch schnell zu einem Mangel an Nitrat kommen. Hier kann gezielt Nitrat zugegeben werden.
 Zusatzdüngung  Aqua SYSTEM 06 Phosphat Zusatzdünger Phosphat wird häufig in Zusammenhang mit Schadstoffen im Aquariumwasser genannt. Die Konzentrationen im Aquarium sind verschwindend gering. Auch gilt Phosphat als Algennährstoff, weshalb es in der Regel ungewollt ist. Jedoch wird Phosphat in niedrigen Konzentrationen auch von Zierpflanzen benötigt. In gering besetzten und stark bepflanzten Aquarien wird der knappe Nährstoff Phosphat schnell verbraucht. Eine gerade eben nachweisbare Konzentration sollte immer Vorhanden sein.

Beispiel einer Düngung von Aquariumpflanzen

Für mein 240 Liter Aquarium hat sich eine Kombination aus Aqua SYSTEM 03 Starklichtdünger, Aqua SYTEM 05 Nitrat Zusatzdünger und Aqua SYSTEM 06 Phosphat Zusatzdünger als passend herausgestellt. Die folgende Tabelle zeigt meine Erfahrungen mit dem Düngesystem:

   CO2  kh  Fe  No3  PO4
 Zielwert  20  4  0,2  20  0,02
 Istwert  15  6  0,1  10  0,02
 Düngung  etwa 110 Blasen CO2 pro Minute  Etwa fünf Esslöffel Sera Super Peat Schwarztorfgranulat im Filtergehäuse  Tägl. 8 ml Aqua SYSTEM 03 Starklichtd.  Tägl. 4 ml Aqua SYSTEM 05 Nitrat  Tägl. 5 ml Aqua SYSTEM 06 Phosphat

Kontrolle der Düngung von Aquariumpflanzen

„Wer viel misst, misst Mist!“

Dies sollten alle Einsteiger beherzigen, denen von ihrem Fachhändler ein Testset angeboten wird. Auch will wollen nicht viel messen. Was uns nicht von der Pflicht entbindet uns selbst zu kontrollieren. Ohne unser Zutun stellt sich im Aquarium ein Gleichgewicht ein. In diesem Gleichgewicht sind jedoch nicht unbedingt alle unsere Zierpflanzen vorgesehen. Daher greifen wir gezielt ein, um dieses Gleichgewicht zu verschieben. Kontrolliert heißt, wir überwachen unser eigenes Handeln. Arbeiten wir nur mit einer Eisendüngung, macht es keinen Sinn den Phosphat Wert zu messen. Wir haben eh keinen Einfluss darauf. Genauso unsinnig ist die Messung von ph-Wert und Karbonathärte. Anders verhält es sich, wenn wir genau diese Werte manipulieren. So sollten wir zumindest bei Beginn der Düngung, bzw. des Eingriffs ausreichend messen um ein Gefühl zu bekommen, was wir eigentlich tun. Haben sich die Werte eingependelt, kann der Messintervall reduziert werden.

Ich selbst überwache aufgrund der oben genannten Eingriffe folgende Werte mehr oder weniger regelmäßig:

  • ph-Wert (Wird durch CO2 Zugabe beeinflusst)
  • Karbonathärte (Wird durch Torf gesenkt)
  • Eisen (Bildet den Richtwert für Voll- und Starklichtdünger)
  • Nitrat (Zugabe von Nitrat Zusatzdünger wird überwacht)
  • Phosphat (Wichtig: Darf nur gerade eben nachweisbar sein)

Ich habe die besten Erfahrungen mit den Tropfentests von JBL gemacht.

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5 Kommentare bisher. Was sagst du dazu?

  1. […] Kontrolle des Düngezustandes Grundsätzlich brauchen keine Wasserwerte gemessen werden, die wir nicht beeinflussen. Wir sollten uns jedoch bewusst sein, dass zum Beispiel eine Starke Beleuchtung den Bedarf an Nährstoffen erhöht. Ist man in diesem Fall mit dem Pflanzenwuchs nicht vollends zufrieden, sollten wir die oben genannten Nähstoffkonzentration feststellen und gegebenefalls durch gezielte Zusatzdüngung anpassen. Ein Beispiel für eine funktionierende Düngung findet ihr auf Aquarium Welt. […]

    14. Mai 2014
    Antworten
  2. Ein interessantes Düngesystem – mir gefällt, dass man damit die Düngung an die individuellen Bedürfnisse anpassen kann.

    Ich habe übrigens einen Artikel speziell über die Möglichkeit der CO2-Düngung in Nano-Aquarien geschrieben, das ist vielleicht für den einen oder anderen hier auch interessant:
    https://nano-aquarium-tipps.de/co2-fuer-kleine-aquarien/

    27. März 2017
    Antworten

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