Hydor CO2-Turbo Diffuser | Testbericht

Die Idee des Hydor CO2 Tubo Diffuser ist eigentlich gut. Durch ein Schaufelrad werden die einströmenden CO2 Blasen zerkleinert und an das umliegende Aquariumwasser abgegeben. Die sehr kleinen Blasen haben eine große Oberfläche. So reicht der Zeitraum in dem sie auf direktem Wege langsam zur Oberfläche steigen aus um ein Großteil des Gases im Wasser zu lösen. Schließlich erreicht noch ein feiner Nebel kleiner Blasen die Oberfläche. Diese bilden hier einen Teppich. Ob es sich hierbei schon um Falschgase oder noch um CO2 handelt kann ich nicht sagen. Ich habe jedoch keinen negativen Effekt bemerkt. 

Über die mögliche Kapazität des Reaktors schweigt der Hersteller. Es gibt auch nur eine Größe zu kaufen. Da jedoch jede in das Gehäuse einströmende Blase innerhalb kürzester Zeit zerstäubt wird schätze ich das Potential recht hoch ein. Bei meiner Blasenzahl von etwa 40/min konnte man deutlich wahrnehmen wie die Blasen auf das Schaufelrad trafen. Die CO2 Sättigung betrug etwa 20 mg/Liter. Mit jedem Auftreffen strömte eine Wolke Bläschen aus dem Gehäuse aus. Bei höherer Blasenzahl wird der Austritt konstanter.

Die Montage des Hydor Turbo Diffusers gestaltet sich aufgrund der Stromversorgung etwas komplizierter als die der passiven Mitbewerber. Der Hersteller sieht vor, dass die Bodenplatte mit Saugnäpfen am Aquariumboden befestigt wird. Dies geht natürlich nur, wenn das Gerät bei der Neuanlage gleich berücksichtigt wird und die Montage stattfindet bevor sich Kies im Aquarium befindet. Da mein Becken bereits eingerichtet war entschloss ich mich die Bodenplatte weg zu lassen und den Diffuser direkt im Kies zu fixieren. Dies funktioniert relativ gut. In bereits eingerichteten Aquarien das Stromkabel und den CO2 Schlauch zu verstecken erfordert etwas Geschick. Im Betrieb fließen durch das Stromkabel dann 4,5 Watt (Herstellerangabe). Auch wenn das Gerät relativ leise ist, das Motorengeräusch und auch die zerschmetternden Blasen sind deutlich hörbar.

Zerlegter Hydor CO² Turbo Diffuser
Zerlegter Hydor CO2 Turbo Diffuser

Überraschender Weise sank nach kurzer Zeit meine CO2 Sättigung plötzlich ab. Das Aufsteigen vereinzelter Großer Blasen verriet mir, dass der Reaktor nicht mehr lief. Dies konnte ich schnell bestätigen. Meine erste Vermutung war Kies in der Mechanik. Dem war nicht so. Die Reinigung des Filterschwamms brachte auch keine Besserung. Da ich auch den Diffuser über die Nachtabschaltung steuerte ging meine nächste Maßnahme hin zur kompletten Demontage und Reinigung. Dies funktionierte erstaunlich einfach. Es war durchaus möglich, dass sich während den Ruhezeiten Fremdstoffen an den beweglichen Teilen absetzten. Doch auch das brachte nicht den gewünschten Erfolg. Die Magnetturbine ,wie sie auch in jeder Filterpumpe eingesetzt, lief zwar, konnte das Schaufelrad aber nur zum vibrieren bringen. Für ganze Drehungen reichte es nicht.

Schaufelrad mit Eisenkern des Hydor CO2 Turbo Diffuser
Schaufelrad mit Eisenkern des Hydor CO2 Turbo Diffuser

Möglicherweise habe ich ein Montagsmodell erwischt. Trotz der zusätzlichen Stromaufnahme und den Laufgeräuschen hätte ich für größere Aquarien aufrund der hohen Kapazität eine Empfehlung gegeben. Jedoch nicht bei dieser geringen Lebensdauer.

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Hydor CO2 Turbo DIFFUSER

Hydor CO2 Turbo DIFFUSER
5.2

Größe

7/10

Lösungsvermögen

7/10

Lautstärke

5/10

Haltbarkeit

2/10

Preis

5/10

Pros

  • Aktives System
  • Relativ gutes Lösungsvermögen

Cons

  • Teilweise deutlich Hörbar
  • Hoher Reinigungsaufwand
  • Eingeschränkt positionierbar
  • Komplizierte Montage

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  1. […] Die Idee des Hydor CO2 Tubo Diffuser ist eigentlich gut. Durch ein Schaufelrad werden die einströmenden CO² Blasen zerkleinert und an das umliegende Aquariumwasser abgegeben. Die sehr kleinen Blasen haben eine große Oberfläche. So reicht der Zeitraum in dem sie auf direktem Wege langsam zur Oberfläche steigen aus um ein Großteil des Gases im Wasser zu lösen. Auch hierzu liegt ein Test für euch vor. Weiterlesen –> […]

    13. Mai 2014
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