Marsilea hirsuta | Zwergkleefarn

Der Zwergkleefarn Marsilea hirsuta ist ein schöner Bodendecker, der, wenn er erstmal eingepflanzt ist, nur noch wenig Pflege benötigt. Ursprünglich stammt Marsilea hirsuta aus Australien ist Heute aber auf der ganzen Welt anzutreffen. Seid den 1980er Jahren wird Marsilea hirsuta als Aquariumpflanze gehalten und ist Heute kaum noch weg zu denken.

 Gestaltungsmöglichkeiten mit Marsilea hirsuta

Im Gegensatz zu Glossostigma elatinoides oder Hemianthus callitrichoides “Cuba“ ist der Zwergkleefarn Marsilea hirsuta eine ehr anspruchslose Pflanze. Jedoch werden die Blätter auch wesentlich größer. In Nano Aquarien muss man daher vorab überlegen ob die Größe gewünscht ist. Insbesondere im Schatten anderer Pflanzen wird Marsilea hirsuta etwas größer als im direkten Licht. Starke Beleuchtung „drückt“ die Pflanze merklich und fördert einen kompakten, kriechenden Wuchs. Daher wird die Lichtbedürftigkeit vom Handel als Mittel angegeben. Mit etwa ein Watt je Liter Wasser biete ich Marsilea hirsuta ausreichende Lichtbedingungen. Fertige Komplettaquarien bieten in der Regel eine nicht ausreichende Beleuchtung für Marsilea hirsuta. Dies lässt sich aber durch den Anbau von Reflektoren schnell beheben.

Marsilea hirsuta im Schatten einer Cryptocoryne
Marsilea hirsuta im Schatten einer Cryptocoryne

Was den Nährstoffhunger angeht ist Marsilea hirsuta einfach zufrieden zu stellen. Dennoch sollte man nicht auf eine Düngung verzichten. Die Kombination aus Licht und CO² fördert das ohnehin sehr langsame Wachstum, die Zugabe von Dünger sorgt für eine kräftige Färbung. Es kann durchaus passieren, dass der Wuchs komplett eingestellt wird, wenn eine Komponente nicht ausreichend vorhanden ist.

Marsilea hirsuta im Schatten eines Terrassenelements
Marsilea hirsuta im Schatten eines Terrassenelements

Das Einsatzgebiet von Marsilea hirsuta sind Teppiche im Vordergrund des Aquariums. Einen schönen Eindruck macht Marsilea hirsuta aber auch auf Terrassen im Mittelgrund des Aquariums. Dies hat auch den Vorteil, dass die Pflanze so höher und damit näher an der Lichtquelle steht. Ich selbst habe ein ganzes Plateau mit Marsilea hirsuta bepflanzt. Dieser Teppich wird an wenigen stellen von kleineren Solitärpflanzen wie Echinodorus ‚Vesuvius‘ aufgelockert.

Marsilea hirsuta
Marsilea hirsuta

Eine weitere Anwendungsmöglichkeit bieten Aquaterrarien. Der natürliche Lebensraum von Marsilea hirsuta sind Sumpfgebiete und auch die im Handel erhältlichen Pflanzen werden emers gezogen. Emers gehaltene Pflanzen behalten ihren langen Stängel und haben meist geteilte Blätter.

Pflanzen von Marsilea hirsuta

Wie bereits beschrieben ist Marsilea hirsuta recht einfach zu pflegen, sobald sie einmal gepflanzt ist. Bis es soweit ist, liegt jedoch einiges an Arbeit vor uns. Die Verkaufseinheit muss in möglichst kleine Portionen geteilt werden. Diese werden einzeln in wenigen Zentimetern Anstand gepflanzt. Die emers gezüchteten Töpfe bieten mit der Pflanzpinzette leicht zu fassende Pflanzen. Die Anzahl der Portionen ist jedoch relativ gering, sodass nur eine recht dünne Bepflanzung möglich ist. Die langen Triebe dieser Pflanzen sind an das Leben unter Wasser nicht gewöhnt und gehen ein. Erst neue Triebe bilden den gewünschten Teppicheffekt.

Marsilea hirsuta mit längeren Stängeln und gespaltenem Blatt
Marsilea hirsuta mit längerem Stängel und gespaltenem Blatt

Eine Alternative für fortgeschrittene Aquascaper sind Laborpflanzen. Diese werden in einer Art Petrischale auf Nährboden geliefert. Diese Jungpflanzen passen sich unheimlich schnell an die neuen Gegebenheiten an, und sind frei von Algen und Schnecken. Obwohl hier mehr Pflanzen vorhanden sind ist die Handhabung schwerer. Der Nährboden muss vollständig unter fließendem Wasser entfernt werden. Dies ist bei derart kleinen Pflanzen ähnlich schwer wie das Einsetzten mit der Pflanzpinzette. Man weiß quasi gar nicht wie man die Pflanze anfassen soll. Die geübte Hand weiß es jedoch zu schätzen, dass diese Pflanzen schnell die gewünschte Teppichform annehmen.

Grundsätzlich gilt bei Marsilea hirsuta, dass der Pflanzenteppich umso schneller und dichter erreicht wird, je enger gepflanzt wird. Profis verteilen einzelne Stängel im Abstand von nur wenigen Millimetern. Anfänger sollten vorerst ein paar kahle Stellen in Kauf nehmen, da sonst nach Stunden des Einrichten möglicherweise der Spaß am Aquarium auf der Strecke bleibt.

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3 Kommentare bisher. Was sagst du dazu?

  1. […] Dieses Kapitel kann fast leer bleiben, da die Amanogarnele relativ anspruchslos ist. Das Wasser sollte nicht zu warm oder zu sauer sein. Mehr als 26°C sollten Ausnahmen bleiben. Um sich wirklich wohl zu fühlen benötigt die Amanogarnele noch viele feingliedrige Pflanzen und Versteckmöglichkeiten. Neben Wurzeln werden auch oft Röhren als hilfreich genannt. Meine Garnelen, oder auch Krebse, konnte ich jedoch noch nicht in einer Röhre beobachten. Vermutlich werden diese Röhren genutzt, wenn nicht ausreichend andere Versteckmöglichkeiten vorhanden sind. Als Pflanzen empfehle ich Moose und Marsilea hirsuta. […]

    21. Oktober 2014
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