Metallpanzerwels | Haltung, Füttern und Wassertemperatur

Die meisten Aquarium Fische schwimmen in den mittleren Wasserregionen. Vor allem der Aquarium-Boden wird stark aufgewertet wenn er von quirligen Tieren bewohnt wird. Neben Krebsen und Garnelen bieten sich hier vor allem Welse an. Der Metallpanzerwels ist sowohl sehr interessant als auch relativ leicht zu pflegen. Dieser Artikel beschreibt worauf bei der Haltung der Metallpanzerwelse zu achten ist.

Informationen über die Familie

Der Metallpanzerwels Corydoras aeneus gehört zur Familie Callichthidae. Zu dieser Familie zählen die Pazerwelse und die Schwielenwelse. Diese Familie zeichnet sich dadurch aus, dass ihre Mitglieder über einen Knochenpanzer verfügen. An den deutschen Namen kann man leicht erkennen wenn ein Fisch zu dieser Familie gehört, da er fast immer mit „-Panzerwels“ gebildet wird. Die bekannten Vertreter reichen von Adolfs Panzerwels Corydoras adolfoi bis zu Zwergpanzerwels Corydoras pygmaeus. Aber auch der Rehbraune Schwielenwels Megalechis thorocata gehören zur Familie Callichthidae. Trifft man im Handel auf eine Fisch mit einer C- Nummer handelt es sich ebenfalls um einen Callichthidae. Wie auch bei den L-Welsen ist hier der Artenreichtum so groß, dass man Nummern vergeben muss um jede Art zu kategorisieren.

Herkunft des Metallpanzerwels

Die gesamte Famile der Panzer- und Schwielenwelse ist ausschließlich in Südamerika beheimatet. So findet sich auch der Metallpanzerwels in den Uferregionen der dortigen Flüsse. Hier bewohnt er Bereiche mit feinem Sandboden in dem er nach seiner Nahrung sucht. Das sogenannte „Gründeln“ ist auch im Aquarium ständig zu beobachten. Insbesondere der Metallpanzerwels steckt oft seinen ganzen Kopf in den Sand, aber auch in Kies.

Merkmale und Geschlechtsunterschiede der Metallpanzerwelse

Die Körperform der Metallpanzerwelsen ähnelt der aller Panzerwelse. Die des Metallpanzerwelses scheint mir aber immer noch etwas markanter zu sein. Zwar kann man die Platten ihres Knochenpanzers nicht mit bloßem Auge sehen, durch ihn wirken die Metallpanzerwelse aber sehr robust. Sie haben einen hohen Rücken und große Augen. Die Farbgebung ist etwas unspektakulärer als bei anderen Arten wie dem Pandapanzerwels. Der metallische Schimmer, der von gelblich über Kupferfarben bis hin zum Grün sein kann, findet zahlreiche Freunde.

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Neben den Knochenplatten befinden sich als weiteres passives Verteidigugssystem kleine Stacheln an den Brustflossen. Dies sollte man bedenken, wenn der Metallpanzerwels zum Beispiel bei einem Umzug in einen Transportbeutel soll. Der Metallpanzerwels sollte sich diesen Beutel nie mit anderen Fischen teilen, da diese von den Stacheln verletzt werden könnten.

Ein weiteres markantes Merkmal sind die Barteln. Mit diesen durchsucht der Metallpanzerwels ständig das Aquarium nach fressbarem. Bei der Einrichtung des Becken sollte man daher auf geeigneten Bodengrund achten. In den meisten Quellen findet man Informationen, die besagen, dass man feinen Sand wählen sollte, da sich der Metallpanzerwels seine Barteln an gröberen Kies verletzten kann. Ich möchte diese Aussagen nicht entkräften, vor allem weil man beobachten kann, dass sich meine Metallpanzerwelse lieber im Sand als im Kies aufhalten. Da der moderne Aquariumkies aber in der Regel kunststoffummantelt ist halte ich die Verletzungsgefahr für gering. Anders sieht es bei Bodengrund aus Lavagestein aus, dieser ist scharfkantiger und das Risiko würde ich nicht eingehen.

Die ausgeprägten Barteln des Metallpanzerwels sind ein empfindliches Organ.
Die ausgeprägten Barteln des Metallpanzerwels sind ein empfindliches Organ.

Die Geschlechter sind nicht eindeutig zu unterscheiden. Das Weibchen ist größer und fülliger als das Männchen. Ein Geschlecht anhand der Größe zu bestimmen ist mir persönlich jedoch immer etwas unsicher.

Fütterung und benötigte Wasserwerte

An sich ist der Metallpanzerwels recht genügsam. Um für sein Wohlbefinden zu sorgen sollte wie schon beschrieben der Bodengrund seiner Vorliebe zu gründeln angepasst sein. Auch kann ich oft beobachten, dass sich die Tiere im Dickicht aufhalten. Zu dicht bepflanzten Stellen kann ich daher nur raten. Die Wassertemperatur sollte bei 24 bis 30 °C gehalten werden. Der ph-Wert liegt mit 6 bis 7,5 im Rahmen des gängigen Leitungswassers. Der Herkunft in Südamerika geschuldet findet sich bei mir im Becken immer etwas Torf und CO2. Auch wenn es nicht nötig ist habe ich das Gefühl hierdurch heimatnähere Bedingungen zu schaffen. Auch bei guten Wasserwerten schießt der Metallpanzerwels schon mal an die Oberfläche um nach Luft zu schnappen. Dies ist normal denn auch über den Darm können Metallpanzerwelse Sauerstoff aufnehmen. Das Becken sollte daher abgedeckt sein. Zwar glaube ich nicht, dass sie aus dem Becken springen würden, aber nur so wird über der Wasseroberfläche eine ausreichende Temperatur gewährleistet.

Zwei Metallpanzerwelse in dichter Bepflanzung.
Zwei Metallpanzerwelse in dichter Bepflanzung.

Obwohl immer wieder beschrieben ist, dass der Metallpanzerwels ein Restefresser oder Staubsauger ist, ist eine falsche Fütterung der wahrscheinlichste Grund dafür, dass die Haltung nicht gelingt. Es ist richtig, dass der Metallpanzerwels den ganzen Tag den Boden nach Resten absucht und diese auch frisst. Aber wer füttert schon so, dass Reste übrig bleiben? Das heruntergefallene Futter ist schlichtweg nicht ausreichend. Insbesondere bei aggressiven Fressern wie Moosbarben oder Trauermantelsalmlern kommt unten bestimmt zu wenig an. Und falls doch fehlt schnell die Abwechslung. Neben relativ schnell absinkenden Granulatfutter fütter ich jeden Abend eine Futtertablette. Dabei wechsel ich täglich zwischen TetraTips und sera viformo. Gelegentlich kann man auch zusätzlich Gelfutter geben, soweit es ausreichend schnell absinkt.

Die Fütterung von Lebendfutter ist recht schwierig. Das mögen alle anderen Fische nämlich auch und selbst absinkendes Lebendfutter wir Enchyträen kommen bei den Panzerwelsen gar nicht erst an.

Sozialverhalten und Vergesellschaftungsmöglichkeiten

Wie die meisten Fische möchte auch der Metallpanzerwels in einer Gruppe gehalten werden. In der Natur sind diese Gruppen etwa 30 Tiere groß. Zu den gängigen Empfehlungen von mindestens fünf Tieren kann sich jeder sein eigenes Bild machen. Leben wie in freier Wildbahn wird jedoch kein Tier im Aquarium. Ich selbst pflege auf 120 cm momentan 7 Tiere. Das halte ich für grenzwertig.

Vergesellschafteten lässt sich der Metallpanzerwels mit fast allen friedliebenden Fischen. Es sollte aber auf jeden Fall darauf geachtet werden, dass er nicht mit Arten gehalten wird die wie oben bereits beschrieben zu wenig Futter übrig lassen. Auch gegen Arten die dem Metallpanzerwels nachstellen wird er sich nicht zur Wehr setzten. Trotz des Knochenpanzer kann dies durch zu großen Stress zum Verlust des Fisches führen.

Die Gruppe der Metallpanzerwelse an sich ist recht locker. Teilweise gründeln die Tiere in kleinen Rotten durchs Becken, dann wiederum trifft man sie als Einzelgänger wieder. Einige Quellen sprechen von Rangordnungen innerhalb der Gruppe, die sogar durch einen möglichen Verlust der Barteln beeinflusst wird. Ob dies wirklich so ist kann ich nicht bestätigen.

Zwei Metallpanzerwelse erkunden mutig die neue Sandkiste. Ein Schmetterlingsbuntbarsch überlegt wohl noch ob er nicht doch Anspruch anmelden möchte.
Zwei Metallpanzerwelse erkunden mutig die neue Sandkiste. Ein Schmetterlingsbuntbarsch überlegt wohl noch ob er nicht doch Anspruch anmelden möchte.
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Ein Kommentar bisher - Was sagst du?

  1. […] Pitbulls ist sehr einfach. Er ist ein Allesfresser und anders als anspruchsvollere C-Welse wie der Metallpanzerwels findet der LDA 25 immer ausreichend Nahrung in einem eingefahrenen und besetzten Aquarium. Wer […]

    25. Februar 2015
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