Nymphaea lotus | Tigerlotus

Nymphaea lotus wird im deutschsprachigen Raum Tigerlotus genannt. Die westafrikanische Pflanze ist grundsätzlich in zwei Farbvarianten erhältlich. Die eine hat rote, die andere hat grüne Blätter. Unabhängig von der Farbvariante sind die Blätter marmoriert. Die genaue Farbgebung hängt von den Bedingungen ab. Auch Merkmale wie die Größe sind von den Umgebungsbedingungen abhängig. So ist Nymphaea lotus eine sehr variable Pflanze. Auch wenn sie normalerweise in einem größeren Aquarium gehalten werden sollte, einige Aquarianer pflegen sogar Bonsai-Varianten. 

Merkmale von Nymphaea lotus

Der Tigerlotus Nymphaea lotus gehört zu den Seerosengewächsen. Da wir selbst auch einheimische Seerosen haben, ist uns das grundsätzliche Aussehen dieser Pflanzen schon bekannt. Obwohl es sich bei dieser afrikanischen Art schon um eine kleine Art handelt kann sie für viele Aquarien aber schon zu groß sein. Anders als viele große Echinodorus Arten ist Nymphaea lotus relativ locker und weniger kompakt. Dies liegt an den langen Stängeln die die großen Blätter halten. Während einheimische Seerosen ehr Schwimmblätter ausbilden, kann man Nymphaea lotus durch gezielte Pflege dazu bringen vorwiegend Unterwasserblätter auszubilden. Diese Maßnahmen verhindern aber auch die Bildung der Blüte. Diese ist hübsch, riecht gut, ist aber nur nachts geöffnet. Besitzer großer, offener Aquarien sollten diese Tatsache im Auge behalten.

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Da die Bedingungen in den Heimatgewässern von Nymphaea lotus relativ wechselhaft sind, sind die Ansprüche der Pflanze ebenfalls recht gering. Sie gedeiht schon bei mittleren Lichtverhältnissen, ph-Werten von fünf bis acht sowie einer Gesamthärte von 1 °dH bis 20 °dH. Ein nährstoffreicher Bodengrund sowie starke Beleuchtung schlagen sich jedoch direkt auf den Wuchs nieder. Pflanzen mit intakter Knolle können sogar trockenfallen. Die Blätter werden in diesem Fall zurückgebildet und treiben nach sechs bis acht Wochen wieder aus. Eine einmal verlorene Knolle wird im Aquarium nicht wieder neu gebildet. Hierfür reichen die Bedingungen in der Regel nicht aus.

Unterwasserblätter von Nymphaea lotus. Im Zentrum bildet sich ein neues Blatt.
Unterwasserblätter von Nymphaea lotus. Im Zentrum bildet sich ein neues Blatt.

Pflege von Nymphaea lotus

Nymphaea lotus ist eine Knollenpflanze. Die Pflanzen im Handel sollten daher im Übergangsbereich von Wurzel zu den Stängeln eine kleine Knolle haben. Diese Knolle ist für Nymphaea lotus aber nicht lebenswichtig und fällt leicht ab. Dies ist nicht tragisch. Die abgefallene Knolle treibt neu aus und bildet eine neue Pflanze. Die Mutterpflanze bleibt auch ohne Knolle überlebensfähig. Dennoch sollte man beim einpflanzen vorsichtig sein um eine Beschädigung zu verhindern.

Ein einzelnes Blatt von Nymphaea lotus strebt zur Oberfläche. Durch die Nähe zur Beleuchtung ist es röter als andere Blätter.
Ein einzelnes Blatt von Nymphaea lotus strebt zur Oberfläche. Durch die Nähe zur Beleuchtung ist es röter als andere Blätter.

Wie bereits beschrieben ist Nymphaea lotus sehr variabel. Grundsätzlich kann man sagen, dass sie umso schöner ist, desto besser die Bedingungen sind. Insbesondere ist hierbei die Qualität der Beleuchtung und des Bodengrunds zu erwähnen. Sind diese Bedingungen sehr gut, werden auch große Blätter ausgebildet. Eine schlechte Beleuchtung fördert die Ausbildung von Schwimmblättern. Schwimmblätter sind in der Regel unerwünscht. Auch „merken“ sich die Pflanzen, dass der Stoffwechsel an der Oberfläche einfacher ist als unter Wasser und bilden daher immer mehr Schwimmblätter aus. Strebt ein Stängel zur Oberfläche sollte man diesen daher zeitnah abschneiden.

Hat man ein großes Becken, kann mein sein Aquarium bestimmt so einrichten, dass für Nymphaea lotus ausreichend Platz vorhanden ist. Will man Nymphaea lotus jedoch in Becken von weniger als 100 cm Kantenlänge pflegen, kann man schon mal an seine Grenzen stoßen. Hier empfiehlt es sich die Pflanze regelmäßig zu entfernen und die Wurzeln zu kürzen. Mit kurzen Wurzeln bleiben die Blätter kleiner. Die Zeitabstände sollten nicht zu lang sein. Die Wurzeln wachsen sehr schnell und bereits nach wenigen Wochen hat sich ein so festes Wurzelnetz entwickelt, dass es kaum handhabbar wird. Um das regelmäßige beschneiden zu umgehen kann Nymphaea lotus auch in einem kleinen Topf gepflanzt werden, der die Ausbreitung der Wurzeln verhindert. Hier kann dann sogar gezielt Dünger zugegeben werden. Bei ganz geringen Platzverhältnissen soll es auch funktionieren anstelle eines Topfes eine 20 ml Küvette zu nutzen, was zu einer Bonsai-Variante führt. Hier sollte auf jeden Fall eine Düngekugel mit eingebracht werden.

Dieser Tigerlotus hat mittlerweile eine Breite von über 30 Zentimetern erreicht.
Dieser Tigerlotus hat mittlerweile eine Breite von über 30 Zentimetern erreicht.
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