Platy im Gesellschaftsbecken und Zucht

Alle Hochzuchten des Platy gehen auf die Wildstämme zweier Arten zurück, den Spiegelkärpfling Xiphophorus maculatus und den Papageienkärpfling Xiphophorus variatus zurück. Ihre Verbreitungsgebiete in Mittelamerika sind fast deckungsgleich und in der Körperform unterscheiden sie sich auch kaum voneinander. Der Papageienkärpfling wächst jedoch langsamer und seine endgültige Färbung bildet sich erst spät aus, daher wird er im Zoofachhandel seltener und meist auch teurer als der Spiegelkärpfling angeboten.

Dies ist ein Gastartikel von Claudia Wartmann.

Allgemeines zum Platy

Platy's in der Zuchtform "Sonne"
Platy’s in der Zuchtform „Sonne“

Die Stammform von Xiphophorus maculatus bleibt etwas kleiner und einförmiger gefärbt als die von Xiphophorus variatus, die 7cm groß wird und meist eine gelbe Rückenflosse mit schwarzem Muster und eine rötliche Schwanzflosse hat. Von beiden Arten existieren aber auch in ihren Heimatgewässern zahlreiche unterschiedlich gefärbte, lokale Rassen. Für die Hochzuchtformen beider Arten wurden einheitliche Standards festgelegt. Der Tuxedo ist ein Platy mit einem breiten, schwarzen Längsband vom Hinterrand des Kiemendeckels bis zur Basis der Schwanzflosse, die Form Schwarz ist in der Grundfarbe schwarz bis auf Kopf, Bauchunterseite und die Flosse, der Halbschwarz entsprechend nur in der hinteren Körperhälfte schwarz gefärbt.

Schwertträger
Schwertträger

Besonders häufig werden leuchtend rote Platys gehalten, deren Strahlen und Säume der Flossen aber schwarz egfärbt sind. Enstprechend gibt es auch eine Zuchtform Nadel, bei der nur noch der obere und untere Rand der Schwanzflosse schwarz eingerahmt ist. Oder die Form Mond, die jeweils einen schwarzen Punkt oben und unten auf der Basis der Schwanzflosse hat. Neben der Wildfarbe gibt es auch Zuchtstämme in Weiß (Albino), Gelb, Rot, Gefleckt und Liniert. Die gleichen Standards hat man auch für Schwertträger Xiphophorus helleri festgelegt. Im Unterschied zu den Schwertträgern haben die Männchen der Platys keine schwertförmig verlängerte Schwanzflosse.

Was ist bei der Haltung von Platys zu beachten?

Platy's in der Zuchtform "Hawaii"
Platy’s in der Zuchtform „Hawaii“

Platys sind gesellige Fische. Auch die Männchen sind untereinander verträglich. Platys kann man im Gesellschaftsbecken mit Black Mollys, Panzerwelsen oder Labyrinthfischen zusammen halten. Hält man jedoch nur sortenreine Hochzuchtformen dann kommt man mit einem Artbecken von 50 Liter Fassungsvermögen aus. Neben dichten Pflanzenbeständen ist frier Schwimmraum wichtig. Platys streifen entweder in kleinen Gruppen durchs Aquarium oder stehen einzelnen zwischen den Wasserpflanzen. Auch eine Schwimmpflanzendecke, die den Jungfische Versteckmöglichkeiten bietet, sollte nicht fehlen. Die Wasserwerte sollten in einem mittleren Bereich von 5 bis 25°dGH, einem pH-Wert zwischen 6 und 8 und die Wassertemperaturen zwischen 20 und 24°C liegen.

Ernährung von Platys

Platys sind Allesfresser mit Schwerpunkt auf pflanzliche Kost. Daher sollte man die Aquarieninnenscheibe nicht von Aufwuchsalgen säubern, sondern stehen lassen, damit sie von den Platys abgeweidet werden können. Kann man dies nicht bieten, dann muss mit algenhaltigem Trockenfutter oder zusätzlich mit Spirulina-Algenpulver gefüttert werden.

Die Zucht von Platys

Platys stellen ihren Jungen seltener nach als Guppys und Schwertträger. Will man die Population durch Nachzucht lediglich erhalten, können die Elterntiere gemeinsam mit den Jungen im Aquarium bleiben, sonst setzt man die lebendgebärenden Platyweibchen zum Ablaichen in ein separates Becken.
Wie versorgt man die Jungtiere?
Die Jungfische werden anfangs mehrmals täglich, aber nur in kleinen Portionen gefüttert.

Platy's in der Zuchtform "Blutendes Herz"
Platy’s in der Zuchtform „Blutendes Herz“

Quelle: http://www.aquarium-ratgeber.com/fische/lebendgebaerende/platy.html

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