Red Bee: Erfahrene Garnelenhalter sind gefragt

Wer bereits Erfahrungen mit der Haltung von Zwerggarnelen sammeln konnte, wird in den Red Bees, den Cardidna cf. Cantonensis, eine zu bewältigende Herausforderung finden: Die hübschen Zwerggarnelen sind auf stabile Wasserwerte mit geringer Keimrate angewiesen, sie lassen sich dann jedoch gut halten und auch vermehren. Es handelt sich im Übrigen um eine Herausforderung für Züchter: Die Red Bees sind entweder eine Hochzuchtform der Crystal Red oder diese wurden mit anderen Garnelen gekreuzt. Aber innerhalb dieser neuen eigenen Gattung finden sich diverse Zuchtformen, die nach Grad eingeordnet werden. Einem Grad kann auch ein eigener Name gegeben werden. Die schlichteren Grade beginnen mit A wohingegen der Grad S, SS oder SSS sehr gezielt gezüchtet wären. Es wird entgegengesetzt zur Namensgebung auf große Weißanteile und spezieller Musterung gezüchtet. Je höher der Grad, umso höher der Weißanteil und umso raffinierter die Musterung. Je nach Grad sind die Red Bees vergleichsweise teuer. Wer jedoch gezielt weiter züchtet, kann damit wiederum ein paar Euro verdienen. Einem Anfänger wäre hingegen abzuraten, da neben dem persönlichen auch ein höherer materieller Schaden eintritt, würden die Red Bees in kurzer Zeit versterben.

Dies ist ein Gastartikel von Heilo Fröhlich.

Das Aussehen der Red Bee

Die Red Bee unterteilt sich in weiße und rote Ringe um den Rumpf. Diese können je nach Zuchtform deutlich variieren. Auch die Extremitäten können rote und weiße Ringe aufweisen. Ansonsten hat die Red Bee eine typische Formgebung für Zwerggarnelen.

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Das Titelbild stammt von Dirk Blankenhaus und wurde unter der GFDL-Lizenz bei Wikimedia veröffentlicht.

Wissenswertes zur Haltung

Die Red Bee ist anspruchsvoll bis sehr anspruchsvoll an ihren Lebensraum, hier kommt es auf die Zuchtformen an. Generell darf die Keimrate im Aquariumbecken nur gering sein. Ein Hamburger Mattenfilter, mit dem die Garnelen und deren Jungtiere nicht mit angesogen werden, sowie regelmäßige Wasserwechsel sind deswegen unerlässlich. Neben der Reinheit vom Wasser sind weitere Faktoren entscheidend: Der PH Wert sollte zwischen 6,0 bis 7,5 liegen. Ein GH Wert von 2 bis 10° GH sowie ein KH Wert bis 6KH wären empfehlenswert. Eine konstante Temperatur zwischen 20 bis 24° Celsius ist sehr wichtig. Ist es ständig wärmer, gehen die Tiere schnell ein.

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Eine Stelle im Becken sollte dicht mit feinfiederigen Pflanzen bestückt sein. Es wird ein sandiger oder feinkörniger Boden mit Steinen und Gegenständen kombiniert, auf denen Bewuchs abgeweidet werden kann. Red Bees weiden bewachsene Stellen ab, suchen im Mulm nach Futter, fressen Algen und organische Reste sowie ihnen abgebrühter Spinat und abgestorbenes sauberes altes Laub gegeben werden kann. Auch Mooskugeln werden gerne abgeweidet sowie zerkleinertes Gemüse angenommen wird. Gelegentlich etwas tierisches Eiweiß in Form von kleinen Insekten- und Kleinkrebslarven wird ebenfalls gerne angenommen. Fertige Futtermittel sind nicht notwendig, werden jedoch nicht verschmäht, wenn sie für Zwerggarnelen geeignet sind. Es sollten natürlich keine Fressfeinde im Becken sein sowie dieses eingefahren werden soll. Da die Klimawerte sich in einem größeren Becken besser konstant einstellen lassen, ist die Haltung in größeren Becken einfacher, in kleinen Nano Cubes jedoch nicht unmöglich. Auch wenn diese Garnelenart teurer als andere ist, sollten wenigstens 10 bis 20 Tiere als Minimumpopulation gehalten werden. Weniger Tiere fühlen sich weniger wohl und versterben vielleicht schneller. Red Bees sollten natürlich bei einer Vergesellschaftung noch genügend Raum für sich finden und nur mit geeigneten Mitbewohnern in ein Becken gesetzt werden. Viele Halter bevorzugen reine Artenbecken, in denen die Red Bees besser zur Geltung kommen. Wer erste Red Bees erwerben möchte, sollte nach Möglichkeit vor dem Kauf begutachten und prüfen, dass ihr Gesundheitszustand gut ist. Der Transport und das Einsetzen sollten schonend erfolgen ohne dass die Tiere übermäßig gestresst werden. Die Wasserwerte gut abzupassen und einen Temperaturschock zu vermeiden wäre immer eine gute Maßnahme, wenn neue Bewohner in ein Becken gegeben werden.

Vermehrung der Red Bees

Solange der Lebensraum sich eignet, werden die Red Bees sich gerne vermehren. Sie gehören zum fortgeschrittenen Typ und ein Weibchen bringt bis zu 30 Larven mit einer Größe von 1,5 mm nach vier Wochen Tragzeit zur Welt. Soll der Bestand erhalten bleiben, kann die Nachzucht im gleichen Becken erfolgen. Ansonsten wäre ein Aufzuchtbecken vorteilig, wie es auch für andere Zwerggarnelen zum Einsatz kommt. Es kann zudem helfen, im gleichen Becken viele Verstecke und Rückzugsmöglichkeiten für den Nachwuchs zu schaffen, besonders wichtig wäre der an einer Stelle sehr dichte Bewuchs mit Pflanzen. Die Männchen werden 2,5 cm, die Weibchen 3 cm groß. Bereits die Larven zeichnen sich durch ihre gestreifte Optik aus, wegen der die Red Bees sehr beliebt sind. Wer gezielt züchtet, sollte die weniger geeigneten Exemplare rechtzeitig aussortieren. Viele andere Garnelenhalter zahlen häufig gutes Geld.

Quelle: http://www.wirbellosen-aquarium.de/garnelen/caridina/rote-bienengarnele.html

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