Amazonasfische

Als Amazonasfische bezeichnen wir gerne alle Arten, die aus Südamerika stammen. Das ist insoweit bedingt richtig, als dass das Amazonassystem zu den größten Flüssen der Welt gehört und auch in Südamerika einen Großteil der Wassermassen ausmacht. Dabei machen wir uns die Definition aber echt einfach, denn auch der Amazonas an sich ist aufgrund seiner beachtlichen Größe unheimlich vielseitig.

Für die Aquaristik interessant sind dabei vor allem die flachen Uferbereiche und auch die zahlreichen Zuflüsse. Auch wenn die Bedingungen in diesen unzähligen Revieren komplett unterschiedlich sein können, ist der Amazonas neben dem Rio Negro auch ein Synonym für das sogenannte Schwarzwasser. Dabei ist der Amazonas eigentlich ein Weißwasserfluss. Das Schwarzwasser zeichnet sich durch ein besonders weiches und teilweise deutlich saurem Wasser aus. Dies entsteht durch einen niedrigen Mineraliengehalt in Kombination mit Huminsäuren, denen das Wasser seine dunkle Farbe verdankt. Das Wasser ist, entgegen häufiger Vermutungen, sehr sauber. Ohne die braune Trübung durch die Huminstoffe wäre es glasklar. Das Weißwasser hingegen hat viele Schwebstoffe die das Wasser weiß erscheinen lassen.

In der Aquaristik gehört das Südamerikabecken zu den am häufigsten gewählten Einrichtungsvarianten. Das liegt sicherlich an der großen Fülle an Pflanzen und Tiere die es aus dieser Region in den Fachhandel geschafft haben. In vielen Fällen lassen sich diese Arten auch gut miteinander kombinieren, was diese Variante auch für Einsteiger interessant macht. Profis beschränken sich auf ein kleineres Gebiet und bilden interessante Lebensräume nach. So einfach die Region aber am Anfang erscheint, in der Regel ist das deutsche Leitungswasser nur bedingt geeignet und muss durch Umkehrosmose aufbereitet werden. Bei einigen Arten kommt man da nicht drum herum.

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