Angelscheine in Deutschland

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Der Angelschein ist in der Bundesrepublik Deutschland die Voraussetzung, um angeln zu dürfen. In diesem Artikel erfahren Sie, welche Regelungen existieren und weshalb es notwendig ist, sich das notwendige Wissen anzueignen, um erfolgreich angeln zu können.

Welche Arten von Angelscheinen gibt es in Deutschland?

Jedes Bundesland hat sein eigenes Fischereigesetz. Dennoch kann jemand, der im einen Bundesland die Prüfung erfolgreich bestanden hat und sich den Schein abgeholt hat, damit im ganzen Bundesgebiet angeln gehen.

Was man bei mitbringen muss, um einen Angelschein-Kurs zu besuchen

Im Grunde kann jeder volljährige Bürger Deutschlands einen Fischerschein machen. Es existieren auch Angelscheine für Kinder sowie Jugendfischerscheine. Minderjährige Personen müssen vor dem Erhalt des Dokuments oft nicht einmal eine Prüfung absolvieren. Sie dürfen jedoch nicht ohne Personen angeln gehen, die einen richtigen Fischerschein besitzen.

Manchmal kommt es auch vor, dass Menschen, die bestimmte Straftaten begangen haben, nicht zu der Prüfung zugelassen werden. Dies ist insbesondere der Fall, wenn gegen die betreffende Person einen Tatbestand gegen das Tierschutzgesetz vorliegt. Stehen Sie vor einer solchen Situation, können Sie versuchen, auf gerichtlichem Wege das Problem zu lösen.

Sind Online-Angebote eine gute Option, um eine Angelerlaubnis zu erhalten?

Es kommt nicht selten vor, dass in Online-Kursen irreführende oder gar falsche Informationen vermittelt werden. Auf jeden Fall helfen Online-Prüfungen nicht weiter. In allen 16 Bundesländern muss diese nämlich vor Ort durchgeführt werden.

Wer einen Online-Kurs besuchen möchte, sollte darauf achten, dass dieser seriöse und gute Informationen vermittelt. Wird er nicht von mindestens einem Bundesland anerkannt, machen Sie die Vorbereitung umsonst.

Es stehen nicht nur reine Vorbereitungskurse zur Verfügung, sondern auch Kombi-Kurse (teilweise online und teilweise vor Ort) und solche, die als Begleitung zu den herkömmlichen Lektionen dienen.

Wie läuft die Schulung ab?

Vor der Prüfung ist ein Vorbereitungslehrgang zu absolvieren. Die Unterrichtszeit beträgt etwa 30 Stunden. Damit alleine ist es aber nicht getan, denn die angehenden Fischer müssen zusätzlich für Prüfungen lernen und das Gelernte zuhause wiederholen. Einige Abieter bieten Schnellkurse an; andere halten ihren Unterricht nur alle ein bis zwei Wochen ab.

In der Fischkunde lernen Sie die unterschiedlichsten Fischarten kennen. Als Ergänzung ist es notwendig, die Gewässerkunde zu studieren. Da ohne die passenden Fangwerkzeuge das Fischen unmöglich wäre, werden Sie auch in dieser Hinsicht ausreichend unterrichtet. Nachdem der Fisch gefangen wurde, ist dieser je nach Art anders zu behandeln.

Im Bezug auf die Prüfungstermine kann man sich direkt bei der Gemeinde erkundigen. In manchen Gegenden finden Angelprüfungen nur alle 12 Monate statt. Andere Städte bieten diese jede Woche oder jeden Monat an. Die Anmeldefrist dürfen Sie dabei auf keinen Fall verpassen.

Wie viel kostet ein Fischerschein?

Für den Vorbereitungskurs müssen Sie am meisten bezahlen. Dieser kann bis zu 300 Euro kosten. In manchen Bundesländern kostet der Kurs nur 50 €. Für der Prüfung hingegen fällt lediglich eine Gebühr an. Diese kostet im Saarland mit 100 Euro am meisten Geld. In Thüringen hingegen existieren Prüfungslokale, die nur 15 € verlangen.

Obwohl die Prüfungsgebühren sehr unterschiedlich ausfallen, wurden sie nicht willkürlich festgelegt. Sie sind in den Fischereigesetzen festgeschrieben. Die meisten Menschen bezahlen den Betrag bereits vor der Prüfung. Steht die Prüfung dann endlich an, sollten Sie den Zahlungsbeleg jederzeit bereithalten.

Haben Sie den Angelschein in der Hand, verliert dieser in den meisten Bundesländern nach ein bis fünf Jahren seine Gültigkeit. Dies ist in Bayern nicht der Fall. Dort gilt er lebenslänglich. Rückt die Ablauffrist in Ihrem Bundesland nahe, müssen Sie nicht noch einmal eine Prüfung absolvieren, sondern können einfach eine Verlängerung beantragen.

Die Prüfung – gibt es Unterschiede zwischen einzelnen Bundesländern?

Im Bundesland Bayern ist die Anmeldung zur Prüfung über ein Onlineportal möglich. Nach der Registierung wird dort dokumentiert, ob Sie an den Kursen teilgenommen haben, die die Voraussetzung sind, um zur Prüfung gehen zu können. Die Prüfung selbst kann vor dem Computer durchgeführt werden.

Im Saarland ist der Fischereiverband Saar tätig. Dort kann man die Prüfung machen und bekommt nach dem erfolgreichen Abschluss direkt den Angelschein ausgestellt. Wer seinen ersten Wohnsitz im Saarland hat, sollten diese Möglichkeit zu seinen Gunsten ausnutzen.

Es ist nicht zwingend erforderlich, dass eine Person ihren Angelschein im selben Bundesland ausstellen lassen muss, in dem sie ihren Wohnsitz hat. In den Ländern Brandenburg und Niedersachsen können auch Personen, die in den benachbarten Stadtstaaten Berlin beziehungsweise Bremen leben, ihre Prüfung absolvieren und dennoch ihren Angelschein in ihrer Heimatstadt anfordern.

Das Bundesland NRW geht jedoch besonders streng mit dem Wohnsitzthema um. Hier können Sie Ihre Prüfung nicht in einer anderen Stadt machen. Einige Ausnahmen gibt es dennoch, zum Beispiel wenn sich in Ihrer Gemeinde keine Prüfungsstelle befindet.

Personen, die durchgefallen sind, bekommen immer eine zweite Chance. Jedoch fällt schon beim ersten Mal kaum einer durch.

Worauf muss ich beim Angeln im Bezug auf den Angelschein achten?

Ohne die Angelprüfung kann nicht sichergestellt werden, dass eine fischende Person alle Gesetze im Hinblick auf das Angeln einhält. Die Bestimmungen über den Tier- und Naturschutz sind dabei von größter Bedeutung. Da es zahlreiche Angelmöglichkeiten gibt, ist es wichtig, diese richtig anzuwenden. Nach dem Tierschutzgesetz ist es nur zulässig, Tieren mit einem vernünftigen Grund Schaden zuzufügen. Deshalb muss die Betäubung und Tötung eines Fischs artgerecht erfolgen.

Ein Angelschein allein reicht nicht aus, um in deutschen Gewässern fischen zu können. Eine Angelkarte müssen Sie ebenfalls erwerben. Auf dieser wird das Gewässer notiert, an dem gefischt werden soll, sowie Ihr Name und Ihre Adresse. Einen solchen Erlaubnisschein kann man sich bequem online erwerben. Zusätzlich stehen den Fischern eine Vielzahl von Ausgabestellen bereit. In manchen Bundesländern ist eine Fischereiabgabe zu entrichten. Nach dem Bezahlen dieser Abgabe kann man innerhalb eines vorgegebenen Zeitraums angeln gehen.

In einigen Bundesländern ist das Angeln mit einem Touristenschein möglich. Diese Dokumente werden von vielen Menschen auch als Urlaubsscheine bezeichnet. Nach dem Bezahlen der Fischereiabgabe kann man damit ohne Prüfung angeln. Die Bundesländer Brandenburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen stellen Touristenscheine aus. Sie sind je nach Bundesland zwischen einigen Wochen und mehreren Monaten gültig; das Angeln mit ihnen unterliegt gewissen Einschränkungen. Wer die Touristenkarte für Brandenburg hat, kann mit ihr für ein Jahr auf Friedfische angeln. Und die Bremer besitzen seit 500 Jahren das Stockangelrecht (Quelle – Weserkurier).

Tipp: Wie werde in Angler vom DAFV

Passende Mappen für den Fischereischein und Equipment gibt es online z.B. bei Gekeschert.de.

Fazit: Ein Angelschein ist oftmals unabdingbar, um in Deutschland angeln zu können

Wenn das Angeln ein wichtiges Hobby für Sie darstellt oder Sie die Tätigkeit beruflich ausüben, besitzen Sie einen Fischerschein. Wer nämlich ohne Erlaubnis oder nicht im Rahmen der oben beschriebenen Ausnahmeregelungen angeln geht, kann bis zu zwei Jahre ins Gefängnis wandern. Bei öffentlichen Gewässern handelt sich um den Tatbestand der Fischwilderei. Auf privaten Geländen begehen Menschen, die unerlaubt angeln, Diebstahl. Auch aus diesen Gründen heraus sollten Sie sorgfältig und gewissenhaft für die Prüfung lernen.

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