Barteln

Wenn wir Menschen etwas in den Mund nehmen, macht uns unsere Zunge ganz schnell und klar verständlich, ob wir das mögen oder nicht. Bevor wir anfingen im Supermarkt zu jagen und zu sammeln war das sehr wichtig. Denn so hat uns unser Geschmacksinn schnell vor meist bitteren Gifte gewarnt. Einige Fische haben da ein ähnliches System Nahrung zu finden und zu „testen“. Sie nutzen dafür ihre Barteln.

Barteln, die auch Bartfäden genannt werden, sind fadenförmige Organe, die einige Arten in der Nähe des Mauls, zumindest aber am Kopf tragen. Dabei handelt es sich um Haut, die von Knorpeln in der markanten Form gehalten werden. Die hier vorkommende Haut ist aber etwas besonderes. Denn sie ist nicht nur mit Tastsinn, sondern auch mit einem Geschmacksinn ausgestattet. Wie viele Barteln ein Fisch trägt, ist von Art zu Art unterschiedlich. Viele Fische haben dieses Organ gar nicht. Die, die es haben tragen eine bis zehn Barteln. Diese können dann am Maul, am Kinn oder an der Nase sitzen.

Wozu diese Barteln gut sind, kann man bei einem sehr beliebten Aquariumfisch schön beobachten. Bei Panzerwelsen wie dem Metallpanzerwels sind die Barteln quasi immer im Einsatz. Im weichen Sandboden sucht dieser Fisch ständig nach Fressbarem. Unterstützt wird er dabei von seinen Barteln mit denen er den passenden Snack direkt erkennen kann. Aufgrund dieses Verhaltens wird für Panzerwelse ein weicher Sandboden empfohlen. Scharfkantiger Kies würde die empfindlichen Barteln verletzten. Zwar solltest du dein Aquarium immer so einrichten, dass sich deine Tiere nirgends schneiden können, wenn du Arten mit Barteln pflegst, ist das besonders wichtig.

Panzerwelse sind aber nicht die einzigen Arten, die Barteln tragen. Sie können bei Welsen, Ammenhaien, Schmerlen, Karpfenartigen und Dorschartigen vorkommen. Sogar der in Asien beliebte Arowana trägt Barteln vor dem Maul.

Die Barteln des Arowana sind gut erkennbar
Die Barteln des Arowana sind gut erkennbar
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