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Ein Siamesischer Kampffisch als Blickfang

Betta splendens

Betta splendens

Was wäre ein Aquarium ohne Pflanzen und Fische? Die Magie die uns Fasziniert steht und fällt mit dem Leben im Aquarium. Je schöner eine Aquarium eingerichtet ist, und je ausgefallener die Tiere sind die es bewohnen, desto mehr bewundern wir es. Der Siamesische Kampffisch ist nicht nur besonders schön, er begeistert uns auch immer wieder mit seinem ganz persönlichem Charakter.

Herkunft der kleinen Schönheit

Der Betta splendens hat seine Heimat im thailändischem Mekongbecken. Hier ist er schon lange bekannt, da seine Aggressivität gegenüber männlichen Artgenossen ihm schon früh zu trauriger Berühmtheit verhalf. Viele männliche Tiere wurden gehalten und zu Schaukämpfen missbraucht. Diese Geschichte spiegelt sich bis Heute in seinem Namen wieder: Kampffisch.

Sozialverhalten

Trotz dieses Hintergrundes trägt der Kampffisch seinen Namen mehr oder weniger zu Unrecht. Eigentlich handelt es sich um einen äußerst geselligen und friedliebenden Fisch. Mit anderen Arten seiner Große und ohne Verwechselungsgefahr kannst du ihn durchaus vergesellschaften. Allerdings ist er ein Einzelgänger und duldet keine Männchen der eigenen Art um sich. Diese werden aus dem eigenen Revier, was nur etwa 20 mal 20 cm groß ist, gnadenlos verjagt oder bis zur völligen Erschöpfung bekämpft. Dieses Schicksal kann auch anderen langflossigen Fischarten wie Guppys drohen, da durch die ausgeprägten Flossen eine Verwechselung droht. Alle anderen Fischarten werden jedoch akzeptiert.

Kampffische sind sehr neugierig und können auch recht zutraulich werden.

Obwohl männliche Bettas bevorzugt einzeln gehalten werden sollten ist eine Vergesellschaftung mit Weibchen hingegen bedingt möglich. In der Natur treffen sich Männchen und Weibchen nur zur Paarung. Daher muss im Aquarium ausreichend Platz und Versteckmöglichkeit für eventuelle Weibchen vorhanden sein. Einige Quellen sprechen hier von Becken von 100 Liter, andere von 100 cm. Ich persönlich halte letztere Angabe für sinnvoller. Bei der Vergesellschaftung mit Weibchen ist eine Haarenshaltung der Paarhaltung vorzuziehen. Ein einzelnes Weibchen würde durch das Männchen zu sehr gestresst werden.

Wie der Siamesische Kampffisch aussieht

Die Art gehört zu den Labyrinthfischen. Die Besonderheit dieser Familie liegt in dem Labyrinthorgan was die Tiere nutzen um Luft zu atmen. Diese Eigenschaft verdanken Bettas ihrer Herkunft in Thailand wo sie in sehr flachen, sauerstoffarmen Gewässern leben. Auch haben Kampffische daher die Fähigkeit mit schlechten Wasserbedingungen klar zu kommen. Die Wassertemperatur scheint ebenfalls kein k.o. Kriterium zu sein. Dennoch liebt der Siamesische Kampffisch klares, weiches Wasser. Bezüglich der Temperatur gibt es in der Literatur die unterschiedlichsten Angaben. Diese reichen von 18°C bis 30°C. Zu diesen Extremwerten kann ich nur „Vorsicht“ sagen. Die Haltung ohne einen Regelheizer kann ich genauso wenig empfehlen wie die Haltung im Gesellschaftsbecken mit über 26°C. Unser Siamesischer Kampffisch fühlt sich bei 24°C am wohlsten.

Im Profil wird das ganze Ausmaß der Flossen deutlich.

Für ein einzelnes Männchen hat sich ein 30 Liter Aquarium bewährt. Dieses sollte üppig bepflanzt sein. Auch die Männchen halten sich gerne im Dickicht auf. Dieses spendet den Tieren Schatten und Schutz. Die Tiere mögen es nicht gerne hell. Neben hochwachsenden und dichten Bodenpflanzen sollten auch Schwimmpflanzen, wie der südamerikanische Froschbiss, genutzt werden. Dieser bietet die Möglichkeit Schaumnester zu bauen und reduziert die Strömungsgeschwindigkeit an der Oberfläche. Da die natürliche Herkunft fast Strömungslos ist, sollte diese so gering wie möglich gehalten werden. Viele Filter bieten die Möglichkeit den Auslauf zu reduzieren. Der Auslauf des Dennerle Nano Eckfilters kann zudem noch dem Becken angepasst ausgerichtet werden.

Es gibt unzählige Zuchtformen, die sich vor allem in der Farne und der Flossenform unterscheiden.

Fütterung von Betta splendens

Bettas sind absolute nahrungsspezialisten und bevorzugen daher Lebendfutter. Ich habe sehr gute Erfahrungen mit weißen Mückenlarven gemacht. Da diese nicht wie rote Mückenlarven auf den Boden fallen können mit diesen amüsante Jagten stattfinden. Dies sorgt für ausreichend Bewegung und Aufregung. Von roten Mückenlarven rate ich ab, da durch das obenliegendes Maul nur ungerne bis gar nicht vom Boden gefressen wird. Lebende rote Mückenlarven könnten sich in den Boden eingraben bevor man sie wieder entfernt. Falls zeitweise kein Lebendfutter verfügbar ist kann auf Flockenfutter zurückgegriffen werden. In diesem Fall sollte aber spezielles „Betta Futter“ wie JBL NanoBetta verwendet werden, da herkömmliches Futter einen zu hohen Pflanzenanteil enthält, was zu Verdauungsproblemen führen kann.

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