Chelate

Komplexere chemische Verbindungen werden häufig von einem sogenannten Zentralatom zusammengehalten, das inmitten der anderen Teile des Moleküls steht. Ein solches Zentralatom muss in der Lage sein, viele Verbindungen einzugehen. Daher benötigt es den Platz, um mehrere freie Elektronenpaare aufzunehmen. Dies ist besonders bei positiv geladenen Metallionen (z.B. Eisen, Kupfer oder Magnesium) der Fall.

Verbindet sich nun einer dieser Bindungspartner an mehr als einer Stelle mit dem Zentralatom, spricht man von einem Chelatkomplex, oder kurz einer Chelate. Diese Chelatkomplexe sind in der Regel stabiler als ähnliche Moleküle ohne solch einer Mehrfachbindung.

Einige der wichtigsten Moleküle der Biologie gehören zu den Chelaten. Das Häm, Bestandteil des roten Blutfarbstoffs Hämoglobin, verwendet Eisen als Zentralatom. Das machen sich auch die Hersteller von Düngern für Aquariumpflanzen zu nutze um diese zu stabilisieren. Das für die Photosynthese entscheidende Chlorophyll hat Magnesium als Zentralatom, Vitamin B12 das Spurenelement Kobalt.

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