Rote Nashorngarnele – Caridina gracilirostris

Nashorngarnele
Oorenotsoo, Caridina gracilirostris, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons
Nashorngarnele
Oorenotsoo, Caridina gracilirostris, als gemeinfrei gekennzeichnet, Details auf Wikimedia Commons
  • Lateinischer Name: Caridina gracilirostris
  • Handelsname: Rote Nashorngarnele, Pinocchiogarnele
  • Familie: Zwerggarnelen
  • Gattung: Caridina
  • Herkunft: tropische Mangrovenzonen und Flussdeltas
  • Größe in cm: Weibchen 4 cm, Männchen 3,5 cm

Aquarium

  • Länge und Breite: mindesten 60x30x30cm
  • Inhalt in Litern: ab 54 Liter

Wasserwerte

  • Temperatur: 20 bis 28 Grad Celsius
  • PH: 6,5 -7,5
  • GH: 8 bis 15
  • KH: bis zu 11

Verhalten/Besatz

  • Bereich: Boden, mittlere Ebene
  • Futter: Algen, Plankton, Garnelenfutter, Frostfutter
  • Verhalten: Gruppe
  • Anzahl: 10
  • Lebenserwartung: 6 Jahre
  • Vergesellschaftung mit Garnelen: ja
  • Schwierigkeitsgrad: Fortgeschrittene

Die ursprüngliche Heimat der Roten Nashorngarnele, Caridina gracilirostris, sind die tropischen Mangrovenzonen und Flussdeltas. Charakteristisch für die schwimmfreudigen Zwerggarnelen ist das auffällig lange Rostrum, das bei Revierkämpfen oder am Transportweg abbrechen kann, sich jedoch bei der nächsten Häutung wieder regeneriert. Die filigranen Beinen sowie der transparente Körper mit dem roten Strich lassen die Rote Nashorngarnele zerbrechlich wirken. Typisch für die Tiere sind der spitz zulaufende Schwanz, die Fühler am Kopf und die, für Garnelen, eher kleinen Scheren. Die Garnelen werden häufig gezielt für die Algenbekämpfung in das Aquarium gesetzt.

Geschlechtsunterschiede

Die weibliche Rote Nashorngarnele erreicht eine Körperlänge von vier Zentimetern, die Männchen bleiben mit 3,5 Zentimeter etwas kleiner. Der Hinterkörper ist bei den Weibchen stärker gewölbt als bei den Männchen.

Zucht

In der Natur bilden die weiblichen Garnelen alle fünf bis sechs Wochen ein Gelege mit hunderten Eiern. Nach der Befruchtung wandern die Eier in die Bauchtaschen des Weibchens. Nach rund sechs Wochen werden die Eier abgestoßen und ungefähr 1 Millimeter kleine Larven schlüpfen. Die Larven sind leicht milchig und durchsichtig. Nach einem Monat und mehreren Häutungen im Brackwasser sind aus den Larven junge Rote Nashorngarnelen geworden und diese kehren in das Süßwasser zurück.

Im Süßwasseraquarium ist eine erfolgreiche Zucht nicht möglich. Die Larven überleben nur sehr kurz. Die Rote Nashorngarnele gehört dem spezialisierten Fortpflanzungstyp an und die Larven können sich nur im Brackwasser entwickeln.

Vergesellschaftung

Rote Nashorngarnelen sind keine Einzelgänger und fühlen sich nur in kleinen Gruppen wohl. Optimal ist die Haltung von 10 Garnelen. Die kleinen, friedliebenden Garnelen können mit anderen Zwerggarnelen sowie mit Muscheln, Schnecken und kleinen Fischen vergesellschaftet werden. Vorausgesetzt, die Fische sind auch friedliebend und die Garnelen werden nicht als Nahrungsquelle betrachtet.

Häufig gestellte Fragen

Welche Wasserwerte benötigen die Roten Nashorngarnelen?
Optimal ist eine Wassertemperatur von 20 bis 28, maximal 30 Grad Celsius. Der pH-Wert sollte 6,5 bis 7,5 betragen. Die Rote Nashorngarnele fühlt sich bei einer Gesamthärte von 8 bis 15°dGH und einer Karbonhärte von zu 11°dgH wohl. Gut ist, wenn die Garnelen in leicht gesalzenem Süßwasser gehalten werden.

Was muss bei der Fütterung der Roten Nashorngarnelen beachtet werden?
In ihrem natürlichen Lebensraum ernähren sich die Roten Nashorngarnelen nur von Algen und Plankton. Im Aquarium sollte darauf Rücksicht genommen werden und die Garnelen hauptsächlich pflanzlich ernährt werden. Handelsübliches Garnelenfutter und Frostfutter werden von den Garnelen akzeptiert. Tierisches Futter, beispielsweise Fischfutter, enthält zu viel Protein und wirkt sich negativ auf die Gesundheit der Garnelen aus. Falsch ernährte Garnelen haben eine kürze Lebenserwartung.

Was muss bei der Aquariumgestaltung beachtet werden?
Rote Nashorngarnelen bevorzugen eine dichte Bepflanzung, viele Versteckmöglichkeiten sowie Steine, auf denen sie gerne sitzen. Im Becken muss aber eine größere Freifläche vorhanden sein, weil die Roten Nashorngarnelen begeisterte Schwimmer sind.

 

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*