Die Sumatrabarbe: altbekannt, aber niemals langweilig

Letzte Aktualisierung am 29. April 2020

Die Sumatrabarbe kann getrost als Klassiker unter den Aquarienfischen angesehen werden. Nicht nur ist sie seit den frühen Tagen der Aquaristik fixer Bestandteil in den Becken dieser Welt, es gibt auch kaum einen Aquarianer, der im Laufe seiner Karriere noch nicht in Berührung mit diesem quirligen Asiaten kam. Aber auch bei einer alteingesessenen Art sollten keine Fehler passieren, weswegen wir dir in diesem Porträt alle relevanten Infos rund um die Barbe mit den vier Streifen zusammengefasst haben.

Informationen über die Familie

Ähnlich wie die Salmler Südamerikas und Afrikas beherbergt auch die Familie der Karpfenfische eine beinahe unübersichtliche Anzahl an Barben und Bärblingen, die in den tropischen Gewässern Südostasiens zu finden sind. Über Jahrzehnte hinweg wurden über 200 Arten wissenschaftlich der Gattung Puntius zugeordnet. So gelangte auch die Sumatrabarbe nach mehrmaliger Namensänderung in den 1950er Jahren in diese „Supergattung“ und erhielt den Namen Puntius tetrazona.

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Erst 2013 erfolgte die Einführung der neuen Gattung Puntigrus, in der neben der Sumatrabarbe noch vier andere gestreifte Arten geführt werden. Ebenso in diesem Zeitraum stellte man fest, dass die bekannte Barbe aus der Aquaristik nicht ident ist mit der erstbeschriebenen Puntius tetrazona aus dem Jahr 1855. Seither gilt die Sumatrabarbe wieder als unbeschrieben. Unglaublich, bei einem der Menschheit bereits so lange bekannten Tier! Obwohl also die Sumatrabarbe wissenschaftlich mittlerweile der Gattung Puntigrus zugeordnet wird, ohne eigenen Artnamen, trägt sie in Händlerkreisen weiterhin den bekannten Namen Puntius tetrazona.


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Herkunft der Sumatrabarbe

Durch dieses lange Verwirrspiel der wissenschaftlichen Zugehörigkeit stellte sich mittlerweile auch der deutsche Name als irreführend heraus. Denn auf Sumatra gibt es gar keine Sumatrabarben.

Fest steht, dass die Art in den 1930er Jahren zum ersten Mal für die Aquaristik importiert wurde. Woher sie damals genau kam, ist heute nicht mehr nachvollziehbar. Bis heute ist das natürliche Verbreitungsgebiet der Art umstritten. Borneo und Thailand stehen genauso zur Debatte wie Kambodscha und Singapur. Lediglich in einem sind sich alle Quellen einig: Die Sumatrabarbe stammt aus Südostasien. Über genaue Biotope ist hingegen nichts bekannt. Mittlerweile ist sie uns aber als Aquarienbewohner so vertraut, dass dies für die Haltung nur noch eine untergeordnete Rolle spielt.

Merkmale der Sumatrabarbe und Geschlechtsunterschiede

Die Sumatrabarbe ist eine hochrückige Barbe, die ausgewachsen eine Länge von bis zu 7 cm erreichen kann. Optisch fallen sofort die vier vertikalen schwarzen Streifen auf, die dem Fisch auch den lateinischen Namen eingebracht haben. Der erste verläuft dabei übers Auge, der letzte über die Schwanzwurzel. Auch die Rückenflosse ist schwarz gefärbt. Der restliche Körper ist blass gelb bis schwach rötlich. Die Fische haben keine Barteln. In der Färbung sind sich beide Geschlechter gleich. Wie bei vielen anderen Fischarten ist das Weibchen ein wenig fülliger als das Männchen.

Eine kleine Gruppe Sumatrabarben
Sumatrabarben zeigen ein ausgeprägtes Sozialverhalten und sollten daher nur in großen Gruppen gepflegt werden.

Weil diese Art schon sehr lange in der Aquaristik existiert, sind im Handel bereits mehrere Zuchtformen erhältlich. Die bekannteste ist wohl die Moosbarbe, mit ihrer flächig grünen Färbung. Seltener sind auch Albinos bzw. rote Zuchtformen im Handel zu finden.

Fütterung und benötigte Wasserwerte

Die Sumatrabarbe ist ein Allesfresser und verschmäht keine der üblichen Futtersorten. Möchte man seinen Fischen etwas Gutes tun, dann füttert man sie abwechslungsreich mit Trocken-, Frost- und Lebendfutter. Generell gilt: Alles was ins Maul passt, wird auch verschlungen. Das gilt sogar für Gemüsekost wie Gurke und Salat.

Auch an die Wasserwerte stellt diese Barbe keine großen Ansprüche. In den meisten Leitungswassern fühlt sie sich wohl. Zu hart und zu alkalisch sollten die Werte dabei aber nicht werden. Dies gilt für die reine Haltung. Wer züchten möchte, sollte sich lieber um eine Osmoseanlage bemühen, den dann sollte das Wasser unter 10° dH Härte aufweisen. Außerhalb der Zucht kann die Härte auch auf bis zu 20° dH steigen. Die Wassertemperatur sollte zwischen 22 und 26° C liegen.

Sozialverhalten und Vergesellschaftungsmöglichkeiten

Viel wichtiger als die Wasserwerte ist die Aquariengröße. Mit ihren 7 cm Endgröße ist die Sumatrabarbe eine der größeren Vertreter der Schwarmfische fürs Aquarium. Selten gilt die Faustregel „je mehr, desto besser“ für Fischschwärme so sehr wie bei dieser Barbe. Denn die Art ist schwimmfreudig und verspielt, wobei der Spieltrieb insbesondere im Schwarm ausgelebt wird. Die Gruppengröße sollte also mindestens bei 10 Fischen liegen, besser aber noch darüber. Zwar wird häufig eine Mindestaquariengröße von 112 Litern angegeben, aufgrund der Schwimmfreudigkeit solltest du dich aber lieber für ein größeres Becken entscheiden.

Am besten funktionieren die quirligen Barben im Artaquarium. Eine Vergesellschaftung kommt eigentlich nur mit ähnlich schnellen Schwimmern in Frage. Gemütlichen Fischen wird die Sumatrabarbe schnell lästig. Langflossige Arten wie Skalare, Fadenfische, Guppys oder Kampffische werden regelrecht angeknabbert, weswegen sie sich niemals im selben Aquarium befinden dürfen. Die Vergesellschaftung mit anderen Barben sowie mit Schmerlen in einem asiatischen Gesellschaftsaquarium geht hingegen meist gut.

Zucht der Sumatrabarbe

Die Zucht ist keine Hexerei. Achte auf weiche und leicht saure Wasserwerte. Füttere die Weibchen schon ein paar Tage bzw. Wochen zuvor mit fettreicher Nahrung, wie zum Beispiel Enchyträen, an. Dann setzt du nur wenige Fische (ein oder zwei Pärchen) in ein eigenes Zuchtaquarium, das voll mit feinfiedrigen Pflanzen sein sollte. Bodengrund ist keiner erforderlich. Ein Wasserwechsel mit kaltem Osmosewasser kann die Tiere zusätzlich anregen.

Die Eier werden direkt ins Wasser abgegeben und von den Elterntieren gefressen, weswegen du sie nach der Paarung wieder entfernen solltest. Nach Verschwinden des Dottersacks erfolgt die Fütterung der Jungtiere je nach Größe zunächst mit Infusorien bzw. Staubfutter und später mit frischgeschlüpften Artemia. Sind die Jungfische nach einigen Wochen groß genug, können sie in den Schwarm der Elterntiere integriert werden.

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Schlusswort

Die Sumatrabarbe ist ein munterer Zeitgenosse, der nur wenig Ansprüche an die Wasserwerte stellt. Durch ihre Robustheit eignet sie sich gut für Einsteiger. Zu beachten ist nur, dass diese quirlige Barbe nicht mit langsamen oder großflossigen Fischen vergesellschaftet werden darf. Dann hat man lange Freude an seinem verspielten Schwarm. Wenn du den Schwierigkeitsgrad für diesen altbekannten Aquarienbewohner ein wenig anheben möchtest, dann versuch dich doch einmal an der gezielten Zucht.


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