Fische fürs Nanoaquarium | Besatzbeispiele bis 40 Liter

Wer sich für ein Nanoaquarium interessiert, erfährt hier, welche Fischarten oder Bewohner für die kleinen Becken geeignet sind.

Sobald ein Nanoaquarium eingerichtet sowie einsatzbereit, also eingefahren, ist, können sich Fischfreunde um eine Besetzung ihres kleinen Aquariums Gedanken machen. Während des Einfahrens bilden sich notwendige Bakterien am Grund sowie im Filter, die ein ausgeglichenes Ökosystem im Aquarium schaffen. Diese Zeit beträgt etwa einen Monat.

Tipps für den Besatz im Nanoaquarium

• keine Fische in Nanoaquarien unter 20 Litern halten
• niemals zu große Fischmengen ins Nanoaquarium setzen
• keine große Fischauswahl, sondern maximal zwei Fischarten, davon mehrere Exemplare
• nur Fischarten wählen, deren Haltungsansprüche einfach erfüllbar sind
• wöchentlich das Wasser teilweise auswechseln
• nur so viel Futter hineingeben, wie die Fische sofort fressen

Aquarienfische sind Lebewesen, die auf ihren Halter angewiesen sind. Der Besitzer ist also für sie verantwortlich und trägt Sorge für die Tiere. Es sind außerdem die gesetzlichen Vorschriften für die Zierfischhaltung zu beachten.

Grundsätzliche Informationen zur Haltung von Fischen im Nanoaquarium

Selbst im Nanoaquarium sind die Bewohner auf ein intaktes Ökosystem angewiesen. Aquarienbesitzer sollten sich deshalb eine ausreichend gute Ausstattung, zum Beispiel das Filtersystem, anschaffen. Der Fischbesatz braucht einen guten Bodengrund, Wasserpflanzen und Wurzel oder Steine als Dekoration und Versteckmöglichkeiten. Auf diesen Dingen können sich überall notwendige Bakterien ansiedeln und vermehren, die dann Schadstoffe abbauen. Hierzu ist Sauerstoff wichtig, der aus einer ausreichenden Strömung und einer sich gut bewegenden Wasseroberfläche resultiert. So entsteht zwischen dem Wasser sowie der umgebenden Luft ein besserer Gasaustausch.

Die Aquarienpflanzen sind ein guter Sauerstofflieferant und dienen den Fischen als Rückzugs- und Versteckmöglichkeiten, ebenso wie die Wurzelhölzer und Steine. Quelle: DRTA-Archiv.de Nano Aquarium einrichten

Welche Fischarten passen in ein Nanoaquarium?

Vor der Anschaffung eines Nanoaquariums, ist es wichtig zu überlegen, welche Fische und Wasserlebewesen im Becken leben sollen. Nicht jeder Fisch hat in einem Nanoaquarium ideale Bedingungen. Dieses sollte den ursprünglichen Lebensraum eines Fisches so gut wie möglich nachbilden. Es ist also nicht sinnvoll, große und viele Fische in einem Nanoaquarium zu halten.

Für die Anzahl der Fische eignet sich folgende Berechnungsformel: Auf jeden Zentimeter eines Fisches kommt ein Liter Wasser. Das ist natürlich nur eine theoretische Formel, die nicht allgemeingültig ist. Manche Fischarten benötigen mehr Platz zum Schwimmen und leben in Schwärmen.

Berechnungsbeispiel: Ein Fisch ist 5 Zentimeter lang. Das Nanoaquarium hat ein Fassungsvermögen von 40 Litern. Ins Aquarium passen also 8 Fische.

Die Mindestgröße eines Fisches im Nanoaquarium

Optimalerweise sollten fast alle Fische, die klein bleiben, in einem Becken mit einem Volumen von 30 oder 40 Litern gehalten werden. Wenn die verfügbare Wassermenge größer ist, ist es umso besser.

Für Kampffische sind auch 20-Liter-Becken tauglich, doch 30 oder 40 Liter sind trotzdem die bessere Wahl. Die Preisunterschiede sind bei den verschiedenen Größen nicht sehr unterschiedlich.

Passende Fischarten im Nanoaquarium

Ringelhechtlinge

Killifische, zum Beispiel die farbenfrohen Ringelhechtlinge, leben gern im Nanoaquarium.

Eine möglichst naturnahe Umgebung und die Vermeidung von Stress durch die kleine Beckengröße werden durch Steine, Wurzelhölzer und anderes Naturmaterial sichergestellt. Wasserpflanzen oder Javamoos sind gute Laichsubstrate.

Eine geringe Beleuchtung, ein dunkler Grund und Schwimmpflanzen bringen diesen Fischen Wohlbefinden. Ringelhechtlinge werden rund 4 Zentimeter lang, wobei weibliche Exemplare in der Regel kleiner sind.

In einem 30- oder 40-Liter-Becken finden zwei männliche und vier weibliche Killifische gut Platz.

Ringelhechtlinge befinden sich gern im Wasseroberflächenbereich. Sinnvoll ist daher eine Scheibe zum Abdecken des Beckens. Diese kann das Herausspringen der kleinen Fische aus dem Nanoaquarium verhindern.

Bärblinge

Bei den Bärblingen gibt es mehrere Arten, welche in Kleingruppen in einem Nanoaquarium gehalten werden können.

Moskitobärblinge erreichen zum Beispiel eine Körpergröße von 3 Zentimetern. Perlhuhnbärblinge sind auch für Nanoaquarien geeignet. Die Schwarmgröße sollte zur Beckengröße passen und es sollten sich nicht mehr als 10 Bärblinge im Beckenaufhalten.

Feuer- oder Funkensalmer, Zwergkugelfische, Zwergblaubarsche oder Neonbärblinge eignen sich optimal im Nanoaquarium. Mit Einschränkungen eignen sich Zwergschmerlen, Edler-Guppys oder Neonsalmler.

Siamesische Kampffische

Siamesische Kampffische werden sehr gern im Nanoaquarium gehalten. Die Fische sind farbenfroh und schön anzusehen. Sie werden zwischen 5 und 7 Zentimetern groß und sind in der Regel friedfertig, weshalb sie gut in ein Nanoaquarium passen. Männchen tragen allerdings Rivalenkämpfe aus, weshalb in jedem Becken lediglich ein männliches Exemplar leben sollte.

en weißer Kampffisch im Nanoaquarium
en weißer Kampffisch im Nanoaquarium.

Das Becken der Kampffische sollte eine recht dichte Bepflanzung aufweisen und es eignen sich nur friedfertige und ruhige Fische zur Vergesellschaftung. Viel Gewusel, Hektik und eine starke Wasserströmung sind nichts für Siamesische Kampffische. Ihre Pflege ist ansonsten ziemlich einfach.

Weiches bis mittelhartes Wasser bei einem pH-Wert von 5,5 bis 7,8 ist optimal. Die Wassertemperatur liegt bestenfalls bei 23 bis 30 °C.

Garnelen

Garnelen, zum Beispiel Zwerggarnelen, eignen sich sehr gut für Nanoaquarien. Die Gruppenhaltung von 10 oder mehr Garnelen bietet sich an. Anspruchslose Garnelenarten, zum Beispiel Red Bee oder Red Fire vermehren sich relativ problemlos.

Anspruchsvoll bei der Vermehrung ist hingegen die beliebte Amanogarnele, die Brackwasser zur Vermehrung bevorzugt.

Garnelen passen besser in ein Nanoaquarium als jegliche anderen Wasserlebewesen. Ihre Haltung ist unkompliziert, wodurch sie sehr beliebt bei Aquarienbesitzern sind.

Eine Garnele im Nanoaquarium
Eine Garnele im Nanoaquarium.

Garnelen stellen keine besonderen Wünsche an die Wassertemperatur oder die Qualität des Wassers, weshalb auch Anfänger viel Freude mit ihnen haben werden. Zimmertemperatur beim Wasser reicht ihnen aus.

Züchtungen brachten viele neue Farbgebungen hervor, die einen tollen Blickfang im Nanoaquarium bieten, vor allem, wenn das Becken ansprechend eingerichtet wurde. Nanoaquarien mit Moos sind ein Paradies für die winzigen Algenfresser.

Versteckmöglichkeiten, zum Beispiel Wurzeln oder Höhlen, sollten nicht fehlen. Garnelen werden meist 3 Zentimeter groß und im Durchschnitt 2 Jahre alt.

Vergesellschaftung

Wegen der kleinen Größen von Nanoaquarien sollten in der Regel keine größeren Fischgruppen sowie mehrere Fischarten in einem Nanoaquarium gehalten werden. Mit ausreichend Schwimmraum passen die oben genannten Fischarten aber gut zusammen. Killifische und Garnelen harmonieren ebenfalls miteinander, weil sie annähernd gleich groß sind.

Nur die Kampffische betrachten die Garnelen manchmal als Beute, daher sollten sie besser allein im Nanoaquarium leben.

Wenn ein Nanoaquarium größer ist, klappt die Vergesellschaftung grundsätzlich besser.

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