PH Controller fürs Aquarium | Notwendigkeit, Funktionsweise

Sobald sich Menschen für die Anschaffung eines Haustieres entscheiden, kommt früher oder später die Frage auf, was für eine Art von Tier man sich ins Haus holen möchte. Während sich die meisten Leute dabei für Hunde oder Katzen entscheiden, gibt es auch eine große Anzahl von Tierliebhabern, die sich für die Anschaffung eines Aquariums entscheidet, um verschiedenste Wasserbewohner als Haustiere zu halten. Doch nicht nur Tiere können in einem Aquarium prächtig gedeihen, sondern auch eine Vielzahl von unterschiedlichsten Pflanzen, die im Wasser wachsen.

Nun ist es so, dass ein Aquarium natürlich auch auf die richtige Art und Weise gepflegt werden muss, damit es den dort drin lebenden Tieren auch langfristig gut geht. Gerade bei manchen Wasserpflanzen oder heikleren Fischarten ist die richtige Pflege des Aquariums praktisch unabdingbar, wenn diese Lebensformen in dem Wasserbehälter länger überleben sollen. Die richtige Pflege beinhaltet unter anderem darauf zu achten, dass der pH-Wert des Wassers so lange wie möglich gleich bleibt, und es keine größeren Schwankungen des pH-Wertes gibt. Zu große Schwankungen könnten nämlich die Fische unnötig stressen, oder sich negativ auf das Wachstum der Pflanzen im Aquarium auswirken. Um einen gleichbleibenden pH-Wert zu gewährleisten, empfiehlt es sich, auf eine CO2-Anlage zu setzen, die mit einem sogenannten „pH-Controller“ versehen ist.

Quelle: PH Controller im DRTA-Archiv.de

Schematische Darstellung eines ph-controller
Bildquelle: CO-Anlage-Aquarium.de PH Controller

Die Funktionsweise eines pH-Controllers

Wie es der Name bereits vermuten lässt, kontrolliert der pH-Controller einer CO2-Anlage den gerade existierenden pH-Wert eines Aquariums. In erster Linie sorgt er dafür, dass der pH-Wert des Wassers immer auf einem bestimmten (zuvor eingestellten) Niveau gehalten wird. Vor der ersten Nutzung ist es allerdings notwendig, die dazugehörige pH-Elektrode zu eichen. Häufig ist diese Elektrode jedoch nicht im Lieferumfang eines pH-Controllers enthalten, sodass sie in solchen Fällen extra gekauft werden muss. Für die Eichung haben die Hersteller dieser Anlagen oft besondere Flüssigkeiten im Angebot, die sich sehr gut zu diesem Verwendungszweck eignen.

Erst dann, sobald die pH-Elektrode gänzlich geeicht ist, kann sie bei dem gewünschten Aquarium verwendet werden. Dabei ist es jedoch von größter Wichtigkeit, dass die Elektrode nicht direkt neben dem Filtereinlauf, oder dem CO2-Diffusor angebracht wird. Als guter Standort empfiehlt sich dafür eine neutrale Stelle, wie zum Beispiel in einer Ecke des Filteransaugkorbes.

Die Inbetriebnahme

Da im Lieferumfang eines pH-Controllers in der Regel auch immer einiges an Zubehör enthalten ist, sollte sich bei der Anbringung, sowie bei der ersten Inbetriebnahme immer an die beiliegende Bedienungsanleitung gehalten werden. Was die Einstellungen angeht, so muss zunächst der Härtegrad des Wassers bestimmt werden. Um das herauszufinden ist ein sogenannter „KH-Test“ notwendig, der bei manchen ph-Controllern auch im Lieferumfang mit enthalten ist. Sollte dies bei einem Exemplar nicht der Fall sein, dann kann so ein Test auch problemlos einzeln gekauft werden. Wer nicht über den Härtegrad des Wassers im Aquarium Bescheid weiß, der weiß auch nicht, welcher pH-Wert am Controller für dieses Wasser eingegeben werden muss. Um diesen richtigen Wert herauszufinden, ist es allerdings wichtig, den CO2-Gehalt des Wassers zu kennen. Im Internet lassen sich dazu zahlreiche automatische Rechner finden, bei denen nur die entsprechenden Werte eingegeben werden müssen, um den CO2-Gehalt des Wassers (sowie den dafür empfohlenen pH-Wert) zu bestimmen.

Die Pflege des pH-Controllers

Da es sich bei pH-Sonden um Verschleißteile handelt, müssen diese Sonden regelmäßig gepflegt werden. Durch wiederholte Nutzung verändern sich pH-Sonden im Lauf der Zeit. Allgemein schreibt man ihnen eine ungefähre Lebensdauer von ein bis zwei Jahren zu. Innerhalb dieses Zeitraumes sollte die Elektrode in regelmäßigen Zeitabständen geeicht werden. Die Eichung selbst nimmt dabei meist nur fünf bis zehn Minuten Arbeit in Anspruch.

Gängige Werte

Sowohl die meisten Pflanzen, als auch tropische Fische fühlen sich besonders wohl in einem Wasser, welches über einen pH-Wert verfügt, der sich um 6,5 herum bewegt. Sämtliche Werte unter 7 werden als ein pH-Wert bezeichnet, der im „sauren Bereich“ liegt. Höhere Werte von 7 bis 8,5 lassen sich vor allem in Meerwasser-Aquarien finden. Bei diesen Aquarien ist auch kein Einsatz von CO2 vonnöten, um einen passenden pH-Wert sicherzustellen.

Fische, die nicht besonders anspruchsvoll in ihrer Haltung und Pflege sind, vertragen eine recht hohe Bandbreite an verschiedenen pH-Werten. Beläuft sich dieser Wert bei einem Aquarium auf 6 bis 8, dann muss man sich um die darin lebenden Fische keine Sorgen machen, sofern es sich dabei um vergleichsweise anspruchslose Fische handelt.

Für eine bessere Einordnung sind im Folgenden die üblichen pH-Werte (mitsamt ihren Bedeutungen) aufgeführt, die bei den meisten Aquarien Verwendung finden:

5,5 = sauer
6,5 = leicht sauer (gut geeignet für den Großteil aller Wasserpflanzen)
7,0 = neutral
7,5 bis 8,0 = leicht alkalisch (geeignet für widerstandsfähige Pflanzen und Fische)
8,5 = alkalisch

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