Liebigsches Minimumgesetz

Das Liebigsche Minimumgesetzt ist nach dem deutschen Chemiker Justus von Liebig benannt, der es im 19. Jahrhundert populär gemacht hat. Das Gesetz beschäftigt sich mit jenen Faktoren, die eine Pflanze benötigt, um gesundes Wachstum zu zeigen. Zu diesen Faktoren gehören unter anderem Wasser, Licht, Kohlendioxid und diverse Nährstoffe. Ist von einem Faktor zu wenig vorhanden, wird eine Pflanze nicht ausreichend wachsen, egal wie viel ihr von den anderen Faktoren zur Verfügung stehen. Daher ist ein hochwertiger und ausreichend vorhandener Dünger wertlos, wenn das Aquarium mit zu schwacher Lichtleistung beleuchtet wird.

Je nach Standort der Pflanze ist ein anderer Faktor Mangelware. Landpflanzen haben meist genügend Licht und Kohlendioxid zur Verfügung, während Wasser in Trockenzeiten Mangelware wird. Für Wasserpflanzen steht dieses immer in Hülle und Fülle zur Verfügung, dafür ist in der Regel zu wenig Kohlendioxid im Wasser gelöst und muss daher zugeführt werden. Auch Bauern kennen das Phänomen und rotieren daher ihre angebauten Pflanzenarten jedes Jahr von Feld zu Feld, um jeweils anderen Nährstoffen die Möglichkeit zu geben, sich wieder im Boden anzureichern.

In der Biologie gilt das Minimumgesetz als veraltet, wenngleich es als vereinfachte Darstellung natürlich immer noch Gültigkeit hat. Es wurde abgelöst vom Optimumgesetz. Dieses berücksichtigt, dass von einem Nährstoff sowohl zu wenig als auch zu viel vorhanden sein kann. Man kennt das von Topfpflanzen, die zu viel gegossen werden. Auch eine Überdüngung mit Nährstoffen ist möglich, weswegen die Angaben auf gekauften Aquariendüngern immer befolgt werden sollten.

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