Mein Aquarium | Worüber wir hier eigentlich reden

Letzte Aktualisierung am 27. Mai 2019

Seit einiger Zeit blogge ich über Fische, Pflanzen, Technik und Zubehör. Meistens geht es dabei um Einzelheiten aus meinem eigenen Aquarium. Mittlerweile verfolgen viele Stammleser diese Artikel und bekommen so punktuelle Einblicke in mein Becken. Mit diesem Artikel möchte ich einmal einen Überblick verschaffen wie diese Einzelheiten zusammen hängen und mein gesamtes Aquarium vorstellen.

Mein Aquarium ist Zufall

Oft hört man, dass man sich vor dem Einrichten eines Aquariums intensive Gedanken machen sollte wie die Einrichtung aussehen soll. Komplette Layouts soll selbst der Einsteiger erstellen und so sein Aquarium planen. Professionelle Aquascaper machen dies bestimmt so. Bei meinem Aquarium hat aber mehr der Zufall mitgearbeitet. Klar hatte ich meine Vorstellungen im Kopf und habe Pflanzenkataloge gewälzt. Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Viel ausprobieren und umdekorieren hat dafür gesorgt, dass das Aquarium heute so aussieht wie es ist.

Fertig bin ich mit Sicherheit immer noch nicht. Momentan stört mich der Tigerlotus und ich denke, dass ich diesen mittelfristig entfernen und möglicherweise den gewonnenen Raum durch eine Anubia füllen werde.

Ein Überblick über mein Juwel Rio 240.
Ein Überblick über mein Juwel Rio 240.

Eine große Wurzel als Kernelement

Mehr als die Hälfte der Länge des Aquariums wird von einer großen Wurzel eingenommen. Diese ist leicht gebogen und konnte so von hinten links bis in den zentralen Vordergrund gelegt werden. Meine ersten Versuche diese mit Moos zu bepflanzen scheiterten, weshalb sie heute hauptsächlich mit einem Javafarn bewachsen ist. Der Blick des Betrachters wird zwangsläufig von diesem großen Element gefangen und in das Zentrum des Becken geleitet wo er von verschiedenen Grüntönen erwartet wird.

Der Hintergrund

Der linke Bereich des Hintergrundes wird von der hohen Wurzel und dem darauf wachsenden Javafarn geprägt. Die Vallisnerie in der Ecke fällt dabei kaum auf. Dieses Bild zieht sich bis in die Mitte des Aquariums, wo der grüne Hintergrund durch einen roten Hintergrund aus Ludwigia abgelöst wird. In diesem Bereich sind die Pflanzen nicht mehr ganz so dicht, dass auch die 3D-Rückwand zur Geltung kommt. Oft kann man hier Schnecken, Pitbulls und Amanogarnelen bei ihrer Ernte beobachten.

Ein LDA 25 "Pitbull" im Schatten der Hintergrundpflanzen an der Rückwand eines Aquariums.
Ein LDA 25 “Pitbull” im Schatten der Hintergrundpflanzen an der Rückwand eines Aquariums.

Der Mittelgrund

Da sich die Wurzel bis in den Vordergrund zieht ist sie nicht nur ein Element des Mittelgrundes, sie teilt das Aquarium auch in zwei Hälften, was besonders im Mittelgrund auffällt. Die linke Seite hat bis auf die kleine Terrasse am linken Beckenrand kaum Mittelgrund. Auch auf der Rechten Seite befindet sich der Mittelgrund auf einer Terrasse, ist aber wesentlich ausgeprägter. Der linke Mittelgrund steht im Kontrast zu dem grünen Hintergrund aus Vallisneria und Javafarn. Daher habe ich für ihn eine sanftere Farbe mit rötlichen Anteilen gewählt indem ich Hygrophila polysperma in der Variante “Rosanervig” gepflanzt habe.

Rosa Blätter von Hygrophila polysperma 'Rosanervig' in einer kurz geschnittenen Gruppe
Rosa Blätter von Hygrophila polysperma ‘Rosanervig’ in einer kurz geschnittenen Gruppe

Die rechte Seite steht im Kontrast zu kräftig rotem Hintergrund. Somit musste hier eine grüne Pflanze stehen. Die große Gruppe aus Pogostemon erectus vor der roten Kulisse aus Ludwigia ist der Höhepunkt meines Aquariums. Vor allem der Pogostemon ist relativ anspruchsvoll, weshalb ich sehr stolz auf den kräftigen und farbintensiven Wuchs dieser Pflanze bin. An zwei Stellen geht der Mittelgrund in den Vordergrund über. Die Wurzel wird bei ihrem Übergang in den Vordergrund von zwei Echinodorus vesuvio begleitet. Diese lockern nicht nur den starken Kontrast von Rot und Grün etwas auf, ihre Wurzeln halten auch den Boden und verhindern so ein Abrutschen des Kies neben der Terasse. Der rechte Beckenrand wird von einer dichten Gruppe Cryptocrien gekennzeichnet. Diese dienen ebenfalls als Halt für den Boden und erleichtern dem Betrachter den Wechsel zwischen Mittelgrund und Vordergrund.

Der Vordergrund

Im Vordergrund ist die Wurzel nicht mehr mit dem hohen Farn bewachsen. Hier habe ich etwas Moos befestigt, was dann doch ganz einfach war. Rechts der Wurzel ist der Vordergrund durch Marsilea hirsuta bedeckt bis er durch die Cryptocorine in den Mittelgrund über geht. Links von der Wurzel ist der Boden weitestgehend unbewachsen. Während der Kies hier durch selbstgebaute Terrassen in Form gehalten wird findet sich äußerst links eine Ebene aus Flusssand der von meinen Metallpanzerwelsen ausgiebig genutzt wird. Nur ein Tigerlotus sticht hervor. Durch seinen hohen Wuchs steht dieser zwar im Vordergrund, wird optisch aber ehr im Mittelgrund wahrgenommen.

Die Technik

Die Technik meines Aquariums ist kein Hexenwerk. Mit 120 cm Länge liegt das Hauptaugenmerk des Juwel Rio 240 auf die Haltung von Schwarmfischen wie dem Blauen Neon. Dafür muss man Abstriche in der Höhe und der Tiefe in kauf nehmen, weshalb dieses Becken für Fische wie zum Bespiel Skalare ungeeignet ist. Durch den integrierten Innenfilter und den zwei T5-Leuchtstoffröhren ist das Becken aber schon gut ausgerüstet. Auf einen Außenfilter kann unter den meisten Bedingungen verzichtet werden und die Beleuchtung ist für ein Komplettset mehr als angemessen. Für anspruchsvollere Pflanzen ist aber die Verwendung eines Reflektors zu empfehlen. Der angemessene Regelheizer ist in das Filtergehäuse integriert.

Der Druckminderer an einer 500 Gramm Mehrweg-Flasche.
Der Druckminderer an einer 500 Gramm Mehrweg-Flasche.

Da ich keinen Außenfilter verwende kann ich im rechten Teil des Unterschrankes Zubehör unterbringen. Lediglich der linke Schrank beherbergt externe Technik. In meinem Fall ist dies die CO2-Anlage Mehrweg 300 Quantum von Dennerle. Modifiziert ist diese nur durch den JBL Taifun Reaktor.

Juwel Aquariumkombination Rio 240, Aquarium mit Unterschrank, Dunkelbraun
  • Besonderer Sehgenuss: Die JUWEL High-Lite T5 Beleuchtung
Sale
Dennerle 3044 Mehrweg 300 Quantum Special Edition
  • Komplett-Set plus Magnetventil & Zeitschaltuhr
  • alles für einen guten Start
  • plus Langzeittest
Sale
JBL Pro Flora Taifun 64460 CO2-Hochdiffusionsreaktor für Süßwasser-Aquarien bis 400 l
  • Verlustfreie Anreicherung mit Pflanzenhauptnährstoff Kohlendioxid: CO2-Diffusor für Süßwasser-Aquarien bis 400 l ab 30 cm Höhe
  • Einfache Installation: Anschluss des Diffusors mit Spezialschlauch an CO2-Düngeanlage (nicht im lieferumfang enthalten), Platzierung mit Saughaltern im Aquarium
  • Sichtbar und effiziente Diffusion von CO2, Betrieb ohne zusätzliche Pumpe, Kein separater Blasenzähler nötig, Einfache Reinigung, Komplett zerlegbar, Passend für alle gängigen CO2-Systeme, Erweiterungsfähig
  • Auffangkappe gegen CO2-Verlust, Robustes Makrolon, Bis max. 400 l bei 4°KH, Bis 200 l bei 10°KH
  • Lieferumfang: 1x JBl CO2-Hochdifussionsreaktor, ProFlora Taifun, 64460, Größe: 190 mm., inkl. 2 m CO2-Spezialschlauch

Letzte Aktualisierung am 19.09.2019 um 03:08 Uhr

Print Friendly, PDF & Email

Ein Kommentar

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

AlphaOmega Captcha Classica  –  Enter Security Code