Mergus Aquarien Atlas | Das Standardwerk

Letzte Aktualisierung am 2. Juni 2019

Wer sich in die Aquaristik einlesen will, findet sehr viele Informationen im Internet. Aber auch Fachbücher gibt es wie Sand am Meer. Ich bin komplett ohne Literatur in das Hobby gestartet. Dabei habe mich voll auf die Informationen meines Händlers und des Internets verlassen. In meinem Fall hat das sehr gut funktioniert, vermutlich weil ich auch viel hinterfragt habe. Gerade als Anfänger ist es aber schwer die Verlässlichkeit einer Quelle abzuschätzen. Auch die von Fachbüchern. Wer auf Nummer sicher gehen möchte setzt auf Standardwerke. Der Mergus Aquarien Atlas ist so ein Standardwerk. Ich habe mal einen Blick in das Buch geworfen und verrate euch, für wen sich die Anschaffung lohnt.

Was ist der Mergus Aquarien Atlas?

Bereits 1977 erschien der erste Mergus Aquarien Atlas. Bis heute wurde dieser erste Band 14 mal überarbeitet. Die jetzt fünfzehnte Auflage ist 2007 erschienen. Darin enthalten sind nicht nur 660 Süßwasserfische sondern auch noch einige Garnelen, Krabben, Krebse, Frösche sowie Muscheln und Schnecken. Der Schwerpunkt liegt im Band  1 jedoch eindeutig auf den Fischen. Die beschriebenen Arten sind etablierte Arten, die bereits 1977 weit verbreitet waren. Weitere Arten die im Laufe der Zeit beliebter wurden, werden in den weiterführenden Bänden beschrieben.

Letzte Aktualisierung am 19.11.2019 um 21:51 Uhr

Beim Band 1 handelt es sich aber nicht nur um eine reine Auflistung von Arten. Auf den ersten 204 Seiten werden die Grundlagen der Aquaristik beschrieben. Das geht los bei den Maßen für Aquarien, über den Bodengrund, bis hin zu Pflanzen und Technik. Gerade bei der Technik merkt man dann jedoch schon, dass die Erstausgabe mittlerweile über 40 Jahre alt ist. Zwar wurden immer wieder neue Bilder verwendet und die Beschreibungen aktualisiert, die Technik hängt jedoch noch etwas hinterher. Im Kapitel “Beleuchtung” werden beispielsweise neben Leuchtstofflampen auch Glühlampen, HQL- und HQI-Brenner beschrieben. Die aktuelle LED-Technik wird noch mit keinem Wort erwähnt.

Cover des Mergus Aquarien Atlas
Das Cover des Mergus Aquarien Atlas spiegelt das Design der 70er Jahre wieder und zeigt den Roten Neon, einen Klassiker im Amazonas- und Gesellschaftsaquarium.

Welche Arten beschrieben werden

Dem Alter der ersten Auflage geschuldet, sind die im Band 1 beschriebenen Arten ehr die Klassiker. Das muss jedoch nicht schlecht sein. Gerade unter diesen Arten finden sich viele robuste Arten die für Einsteiger geeignet sind. Ich habe mich ja gefreut Espes Keilfleckbärbling wiedergefunden zu haben. Mit diesem Fisch hat mein Leben mit der Aquaristik angefangen. Später habe ich dann den blauen Neon gepflegt. Eine relativ anspruchsvolle aber auch besonders schöne Art. Als Klassiker wird auch diese beschrieben.

Grundsätzlich ist die Artenliste im Mergus Aquarien Atlas sehr gut strukturiert. Die Gliederung in unechte und echte Knochenfische, Salmler, Karpfenähnliche, Welse, Eierlegende Zahnkarpfen, Lebendgebärende Zahnkarpfen, Kletterfische, Cichliden sowie Barschfische deckt alle relevanten Familien ab. Der Index erfordert jedoch etwas Übung. Da deutsche und lateinische Namen in einer Liste stehen, ist es recht schwer zu lesen.

Markierungen auf den Seiten des Mergus Aquarien Atlas
Jeder Familie wurde im Mergus Aquarien Atlas ein Kapitel gewidmet. Diese sind durch die Markierungen am Seitenrand schnell zu finden.

Unter den Wirbellosen finden sich Garnelen wie die Molukkenfächergarnele oder die Tiramisu Laubgarnele.

Für wen lohnt sich der Mergus Aquarien Atlas?

Grundsätzlich lohnt sich der Mergus für jeden interessierten Aquarianer. Das Buch setzt aber ganz klar auf Quantität statt Qualität. So werden die 660 Arten auf 666 Seiten beschrieben. Dazu kommen noch die zahlreichen Abbildungen. Im Schnitt kann man sagen, dass eine Art eine halbe Seite Text bekommen hat. Da ist jeder Blogbeitrag umfangreicher. Allerdings kann kein Blog diese zahlreichen Arten beschreiben. Laut Mergus gibt es insgesamt 15.000 Süßwasserfische von denen über alle Bände insgesamt 4.760 beschrieben werden.

Der Band eins bildet demnach eine solide Grundlage über die Aquaristik und die gängigsten 660 Arten. Für jeden Anfänger ein super Basiswissen. Damit können die vielen Informationen aus dem Internet auf den Prüfstand gestellt und bewertet werden. Für den Fortgeschrittenen sind die Informationen über Krankheiten, Algen etc. immer noch interessant. Ich werde mir nach und nach auch noch die anderen Bände zulegen. Auch wenn die Angaben zur Beckengröße aus heutiger Sicht alle etwas knapp sind, bekommt man sonst kaum eine verlässlichere Angabe zu den Wasserwerten.

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