Moosbarbe (Puntius anchisporus)

Letzte Aktualisierung am 3. Januar 2020

Die Moosbarbe ist eine Zuchtform der Borneobarbe. Im Gegensatz zur Borneobarbe ist die Moosbarbe nicht gestreift sondern durchgehend intensiv grün gefärbt. Beide Tiere sind unter dem selben wissenschaftlichen Namen Puntius anchisporus oder auch als Sumatrabarbe (Puntius cf. tetrazona) im Handel erhältlich. Als Kärpflinge (Cyprininae) gehören die Moosbarben zur Familie der Karpfenartigen (Cyprinidae).

Biotop und Sozialverhalten der Moosbarbe

Moosbarben sind recht anspruchslos an die Wasserqualität, weshalb sie auch für Anfänger geeignet sind. In ihrer Heimat leben sie jedoch in dicht bewachsenen Uferzonen und  benötigen daher ein dicht bepflanztes Aquarium welches einzelnen Tieren eine Rückzugmöglichkeit bietet. Dennoch sollte ausreichend freier Schwimmraum zur Verfügung stehen. Ab einer Aquariumlänge von 80 cm kannst du einen kleinen Schwarm Moosbarben halten.

Das Aquarium für Moosbarben

Wie schon angesprochen sollte die Bepflanzung üppig ausfallen und auf jeden Fall bis zur Wasseroberfläche reichen. Gute Erfahrungen habe ich mit Vallisnerien gemacht. Diese wachsen unter allen Bedingungen und werden schnell sehr dicht. Erreichen die Blätter die Wasseroberfläche breiten sie sich waagerecht weiter aus und bilden einen schattenspendenden Teppich. Wird es deinem persönlichen Geschmack zu viel kannst du sie einfach mit einer Schere kürzen. Ein Artikel über die Vallisneria sp. “Natans” findest du hier. Da durch das energische Fressverhalten relativ viele Ausscheidungen entstehen können weitere schnell wachsende Pflanzen nicht schaden und helfen das Gleichgewicht im Aquarium zu halten. Ebenso solltest du den Wasserwechsel und das Absaugen des Bodengrundes mit einer Mulmglocke nicht vernachlässigen.

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  • Sehr agiler Fisch mit ausgeprägtem Sozialverhalten
  • Aufgrund der innerartlichen Aggressivität nur in größeren Gruppen zu halten
  • Frisst gerne anderen Arten das Futter weg. Daher bietet sich ein Artenbecken an

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Sozialverhalten in einem sehr kleinen Schwarm

Die Moosbarbe hat ein sehr ausgeprägtes Sozialverhalten. Innerhalb eines Schwarms kristallisiert sich ein Anführer heraus. Dieser wird durch Kämpfe ermittelt und regelmäßig bestätigt. Das ist der Hauptgrund, weshalb du eine gewissen Schwarmgröße einhalten musst. Die einschlägige Literatur sieht eine Schwarmgröße von mindestens zehn Tieren vor, damit nicht die unterlegenen Tiere bis zum Tod gehetzt werden. Meine Erfahrungen hierzu sind jedoch anders. Ich habe nie mehr als sieben Tiere gepflegt. Bei dieser Größe ist das Verhalten noch vollkommen normal. Sinkt die Schwarmgröße unter fünf Tiere sind jedoch Eigenarten zu beobachten. Allerdings abweichend von der Literatur. Meine Tiere scheinen das Schwarmverhalten abzulegen. Zwar sind sie immer noch kurzfristig als Gruppe unterwegs, größtenteils könnte man jedoch meinen es wären Einzelgänger. Die Rangkämpfe wurden komplett eingestellt. Allerdings ist bei mir nur noch ein Männchen alleine unter den Weibchen.

Geschlechtsmerkmale der Moosbarbe

Moosbarbe an der Aquariumscheibe
Da die Moosbarbe ein sehr neugieriger Fisch ist, kommt sie direkt angeschwommen wenn sich vor dem Becken etwas tut.

Das Männchen (oben) ist leicht an der knallroten Rückenflosse zu erkennen. Das Weibchen hingegen ist an dern Flossen etwas blasser. Weibchen (unten) sind in der Regel etwas kräftiger gebaut.

Futter für Moosbarben

Ich füttere mit Sera Vipagran. Dabei handelt sich um ein Alleinfutter in Granulatform. Da die Moosbarbe jedoch auch einen Bedarf an pflanzlicher Nahrung hat kann es sein, dass feinblättrige Pflanzen angeknabbert werden. Um dies zu verhindern hilft eine zusätztliche Fütterung mit Sera Granugreen. Hierdurch wird der Appetit auf pflanzliche Nahrung besänftigt. Durch einen Verschnitt aus diesen beiden Futtersorten kannst du bereits von Anfang an für eine ausgewogene Ernährung sorgen.

Da Moosbarben sehr aggressive Fresser sind ist unbedingt mit bedacht zu füttern. Das gesamte Futterangebot wird aufgenommen, weshalb Moosbarben gerne fettleibig werden. Es liegt im Gefühl des Aquarianers die richtige Futtermenge zu geben. Werden Moosbarben mit anderen Arten gehalten müssen diese möglicherweise besonders gefüttert werden, da die Barben eher schüchternen Fischen das Fressen klauen. Besonders schwierig sind Panzerwelse da diese besonders schnell von den eigentlich für sie gedachten Futtertabletten verjagt werden. Stellt man fest, dass diese zu schlank werden ist es notwendig nachts zu füttern. Möglichst ohne die Barbe zu wecken.

Moosbarbe an einer Futtertablette
Moosbarben stürzen sich auf eine Futtertablette. Besonders zurückhaltenden Welsen kann es zum Verhängnis werden wenn ihnen das Futter vor der Nase weg geschnappt wird.

Zucht von Moosbarben

Da es sich bei er Moosbarbe um Freileicher handelt die ihre eigenen Eier fressen, müssen die Elterntiere nach der Eiablage umziehen. Bei guten Bedingungen schlüpft der Nachwuchs nach etwa 36 bis 48 Stunden. Mit Artemia kann der Nachwuchs gefüttert werden.

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