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Nomenklatur

Ein Deko Vogel liest ein Lexikon

Die biologische Nomenklatur weist jeder Art einen eindeutig bestimmten wissenschaftlichen Namen zu, der immer aus zwei Wörtern besteht. Der Gattungsname wird großgeschrieben, der darauffolgende Artname klein. Dieses binäre System wurde im 18. Jahrhundert vom schwedischen Naturforscher Carl von Linné eingeführt.

Bei der Namensgebung neuer Arten müssen sich Biologen an gewisse Regeln halten. Die wissenschaftlichen Namen müssen latinisiert sein. Sie bestehen entweder direkt aus lateinischen Wörtern oder müssen zumindest der Grammatik der Sprache folgen. Jeder Gattungsname darf nur ein einziges Mal vergeben werden und die Kombination der beiden Wörter muss für jede Art eindeutig und damit einmalig sein.

Verwandtschaften lassen sich leicht aus der Nomenklatur erkennen. So tragen beispielsweise alle Kampffische den Gattungsnamen Betta, da sie alle eng miteinander verwandt sind. Erst der hinzugefügte Artname lässt beispielsweise Betta splendens und Betta imbellis als zwei unterschiedliche Arten erkennen.

Besteht der wissenschaftliche Name aus drei Wörtern, gibt das dritte Wort eine Unterart oder Varietät an, wie es bei Zuchtformen oft der Fall ist. Die zugehörige Art bezieht sich aber weiterhin nur auf die ersten beiden Wörter. Hybriden sind von der binären Namensgebung ausgeschlossen, weswegen beispielsweise für den handelsüblichen Antennenwels kein gültiger wissenschaftlicher Name existiert.

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