Red Sakura Garnele als Kontarst zu grünen Pflanzen

Letzte Aktualisierung am 23. August 2019

Als die Garnelen in unsere Aquarien Einzug gehalten habe, waren dies meistens braune Wildformen. Recht schnell haben sich aber farbenfrohe Zuchtformen entwickelt. Eine davon ist die Red Sakura Garnele, die durch einen besonders beeindruckenden Rotton auffällt. Damit auch dich diese besondere Art erfreuen kann, findest du hier alle Information zu ihrer Pflege.

Wissenswertes zur Red Sakura Garnele

In Japan ist man traditionell sehr stark mit der Natur verbunden. Dadurch haben auch viele Symbole in der japanischen Kultur einen Bezug zur Natur. Eines der bekanntesten Symbole, mich erinnert es immer an ein “fünfblättriges Kleeblatt”, ist das Sakura (), was auf Deutsch Kirschblüte bedeutet. Die Kirschblüte leitet in Japan den Frühling ein und steht für Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit. Und sie ist Namensgeber für die Red Sakura Garnele.

Kirschblüte als Namansgeber für die Red Sakura Garnele
Die Kirschblüte ist der Namensgeber der Red Sakura Garnele.

Der wissenschaftliche Name der Red Sakura Garnele ist, wie auch der der Red Fire Garnele, Neocaridina davidi. Ein Indiz dafür, dass die beiden Arten zumindest schon einmal sehr eng miteinander verwand sind. Tatsächlich finden sich nur sehr wenige Unterschiede. So vertreten viele Aquarianer die Meinung, dass es sich ausschließlich um eine etwas andere Farbvariante handelt. Der besonders deutliche Farbunterschied bei den männlichen Tieren wäre aber nur mit sehr viel Aufwand realisierbar. Die genauen Ursprünge der Red Sakura Garnele konnten noch nicht nachgewiesen werden. Sicher ist nur, dass es sich um eine Zuchtform der Neocaridina-Wildform handelt.

Das richtige Aquarium

Um ein geeignetes Aquarium einzurichten brauchst du grundsätzlich nicht viel. Bei einer guten Strukturierung kann ein Becken mit 10 Liter Inhalt schon ausreichen. Wenn es dann doch 20 sind, umso besser. Eine vernünftige Struktur, ausreichend Versteckmöglichkeiten und dichte Bepflanzung solltest du dennoch einbringen. Die Tiere sind recht scheu und fühlen sich nur wohl, wenn sie sich sicher fühlen. Dabei unterstützt sie eine nicht zu kleine Gruppe und ausreichend Rückzugsmöglichleiten.

Ebenfalls wenig anspruchslos sind die Tiere bei den Wasserwerten. Bei tolerierten Werten von 3 bis 30°GH, 3 bis 30°KH, ph 6,5 bis 8,5 und 5 bis 30°C kannst du in fast allen Regionen problemlos deutsches Leitungswasser nutzen. Lediglich im Sommer solltest du ein Auge auf die Temperatur werfen, damit diese nicht dauerhaft über 25°C ansteigt.

Auch die Fütterung ist recht einfach. Als Allesfresser suchen die Tiere den ganzen Tag das Aquarium nach Fressbarem ab. Und dabei finden sie bestimmt einiges an Pflanzenresten und Algen. Alleine diese Fundsachen reichen jedoch nicht ganz aus. Daher sollte mit hauptsächlich pflanzlicher kost zugefüttert werden. Um den Proteinbedarf zu decken, musste du zusätzlich ein bis zwei mal in der Woche ein spezielles Proteinfutter geben. Ansonsten werden die Tiere das im Handel verkaufte Garnelenfutter bestimmt nicht verschmähen.

Red-Sakura-Garnele auf einem Blatt
Die Red Sakura Garnele bildet einen sehr starken Kontrast zu kräftig grünen Aquarium-Pflanzen.

Vergesellschaftungsmöglichkeiten

Aufgrund der geringen Größe von etwa 3,5 cm wirst du die Red Sakura Garnele vermutich auch in einem kleinen Nano-Aquarium halten. Somit wird die Wahl der zur Verfügung stehenden Gesellschafter schon recht übersichtlich. Mehr als Schnecken, Muscheln oder anderen Zwerggarnelen kommt da nicht in Frage. Anders sieht es in größeren Becken aus. Hier können durchaus kleine Fische vergesellschaftet werden. Wichtig ist, dass diese den Garnelen nicht nachstellen. Aggressive Arten würden die Tiere verletzten oder sogar töten, neugierige Arten sorgen dafür, dass sich die scheuen Garnelen verstecken und man nicht viel von Ihnen hat.

Hingegen absolut unkompliziert ist die Vergesellschaftung mit anderen Zwerggarnelen. Da diese alle sehr friedlich sind gibt es hier auch keinerlei Spannungen. Die unterschiedlichen Arten oder Zuchtformen werden sich jedoch sehr schnell vermischen, weshalb sich auch der Farbschlag sehr schnell ändern wird. Welche Arten genau miteinander gehalten werden können, und bei welchen es Probleme gibt, kannst du den Zahlreichen Kreuzungstabellen im Internet entnehmen.

Zucht der Red Sakura Garnele

Wer keine allzu großen Fehler macht, wird sich schnell über Nachwuchs im Becken freuen. Da die Elterntiere den Jungtieren nicht nachstellen, kannst du sie zusammen in einem Becken lassen. Finden die Kleinen ausreichend Futter, und werden sie nicht in einen Filter gesogen, werden sie schnell groß. Ein für Baby-Garnelen sicheres Aquarium wird zum Beispiel über einen Luftheber oder einen Hamburger Mattenfilter gefiltert. Bietet das Becken von sich aus nicht viel Nahrungsquellen, kann es sinnig sein, den Nachwuchs mit etwas Staubfutter aufzupäppeln.

Aber nur weil man Nachwuchs hat, heißt das nicht, dass man auch gezüchtet hat. Dazu must du noch etwas mehr tun. Ein echter Züchter verfolgt ein Zuchtziel. Dein könnte sein, die prächtig rote Farbe zu erhalten. Dazu musst dann zumindest den weniger gefärbten Nachwuchs separieren. Echte Profis bringen sogar nur einzelne Tiere zusammen von denen sie sich besonders schönen Nachwuchs erhoffen.

In jedem Fall wird es dir an Jungtieren nicht mangeln. Die Frage ist, was du daraus machst.

Jetzt bist du am Zug

Wunderschön, pflegeleicht, und leicht nachzuziehen. Die Red Sakura Garnele ist das ideale Tier für den Einstieg in die Garnelen-Aquaristik. Worauf wartest du also noch?! Folge dem Link zu Garnelio und bestelle dir die ersten 20 Tiere. Mehr kommen von alleine. Du hast noch kein Aquarium? Die bekommst du da auch. Zum Beispiel das Dennerle Style LED als Komplettset mit allem was du brauchst.

Print Friendly, PDF & Email

Sei der Erste, der das kommentiert

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

AlphaOmega Captcha Classica  –  Enter Security Code