Umkehrosmose

Wenn es um die Aufbereitung von Aquariumwasser geht sprechen wir oft auch von Osmosewasser. Dieser Begriff ist eigentlich nicht richtig. Korrekt müsste es heißen: Wasser aus Umkehrosmose. Denn auch wenn in den von uns eingesetzten „Osmoseanlagen“ eine Osmose stattfindet, handelt es sich durch den erhöhten Innendruck um eine Umkehrosmose.

Der Unterschied zwischen einer „normalen“ Osmose und der Umkehrosmose liegt in der Richtung in der die Wassermoleküle durch die Membran wandern. Unter normalen Bedingungen, also bei gleichem Druck auf beiden Seiten der Membran wandern die Wassermoleküle von der Seite mit der niedrigeren Mineralkonzentration zu der mit der höheren Salzkonzentration. Je größer der Unterschied der Konzentrationen ist, desto höher ist der osmotische Druck.

Bei unseren Anlagen liegt aber nicht auf beiden Seiten der gleiche Druck vor. Denn auf der einen Seite herrscht der Umgebungsdruck von etwa 1 bar, und auf der anderen Seite der Leitungsdruck von 6 bis 8 bar. Dieser Druckunterschied ist größer als der osmotische Druck, weshalb hierdurch die Fließrichtung der Wassermoleküle umgekehrt wird. Quasi eine umgekehrte Osmose. Oder auch Umkehrosmose.

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