Vorstellung meines Paludarium mit Wasserfall

Auf den Aqua Expo Tagen 2019 konnte ich ein fertig eingerichtetes Paludarium kaufen. Für mich ist das mein erstes Aquaterrarium überhaupt und ich brauchte ein paar Wochen um damit meine ersten Erfahrungen zu sammeln. Jetzt ist aber die Zeit gekommen, es dir vorzustellen und genau zu beschreiben was das für ein tolles Ding ist. Dabei zeige ich dir wie das eingerichtet ist, welche Tier und Pflanzen ich pflege und worauf man bei dieser speziellen Form der Aquaristik, oder Terraristik, achten sollte.

Die Technik meines Paludarium

Was ist es denn eigentlich? Paludarium, Aquarium oder Terrarium? In jedem Fall ist ein Zuhause für Tiere die sowohl an Land und auch im Wasser leben. Also sogenannten Amphibien. Und aus diesem Grund muss der „Behälter“ sowohl einen Landteil als auch einen Wasserteil ermöglichen. Am besten eignet sich dazu ein klassisches Terrarium. Vielleicht denkst du, dass nur ein Aquarium wirklich wasserdicht ist, aber auch Terrarien sind genau so dicht. Zumindest bis zu den Belüftungsschlitzen. In meinem Fall habe ich ein Exo Terra Terrarium mit den Maßen 45 x 45 x 45 cm.

Mein Paludarium mit Unterschrank
Das terrarium ist ein Exoterra mit einer Kantenlänge von 45 x 45 x 45 cm.

Der Wasserteil wird gepflegt von einem kleinen Heizstab und einem Dennerle Nano Eckfilter, den ich flach auf den Boden gelegt habe. Das Standard Filterelemet habe ich dabei durch ein mit Granulat gefülltem Nano FilterModul ausgetauscht. Damit verzichte ich zwar auf eine mechanische Filterung durch die Watte, habe aber eine biologische Filterung und muss aufgrund der längeren Standzeit weniger an dem doch recht verstecktem Filter arbeiten.

Beleuchtet wird das ganze durch insgesamt drei Lampen. Zum einen sorgt eine Leuchtstofflampe für etwas UV-B Licht das den Krabben bei der Häutung helfen soll, zum anderen bringen zwei Dennerle Nano Power LED 5.0 noch etwas Vollspektrum ein, was die Pflanzen für ihr Wachstum brauchen. Insgesamt komme ich in diesem kleinen Cube also auf etwa 33 Watt für die Beleuchtung. Da musste ich mich erstmal dran gewöhnen.

Lampen auf einem Paludarium
Um sowohl den Krabben als auch den Pflanzen ein angemessenes Licht bieten zu können, betreibe ich zwei LED und eine UV-Lampe.

Die Einrichtung in meinem Paludarium

Schon lange wollt eich gerne Krabben pflegen. Aber mich hat es immer abgeschreckt ein Terrarium für diese Tiere einzurichten. Umso gelegener kam es mir, dass ich ein fertig eingerichtetes Paludarium kaufen konnte. Und meine Erkenntnis ist, man stellt es sich schwieriger vor, als es ist. Den Grund bilden künstliche Felsen von Back to Nature. Einschließlich einer Rückwand, die einer echten Felswand erstaunlich ähnlich sieht. Obwohl es sich eigentlich um ein Teil aus der Aquaristik handelt, ist es auch als Paludarium Rückwand sehr gut geeignet.

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Da der Landanteil aus den Felsen recht klein ist, habe ich noch ein paar Kokosnuss Schalen gestapelt und mit Terrarium Erde gefüllt. So konnte ich noch zusätzlichen Landteil schaffen, den ich dann auch mit Aquarium Pflanzen besetzten konnte. Außerdem steht eine große Wurzel mitten im Wasser und ragt bis zum Deckel hoch. Ein weiteres Stück Wurzelholz liegt quer im Wasser und bildet eine Brücke zwischen den Kokosnüssen und einem Felsen. Auf dieser Ruht auch ein großer Farn, der die Ecke hinten rechts komplett ausfüllt. So wird wirklich der Eindruck einer Dschungellandschaft geschaffen.

Das Highlight der Einrichtung ist der Paludarium Wasserfall. Dieser wurde durch ein Loch in der Rückwand realisiert. Hierher führt ein Schlauch, der auf der anderen Seite am Filterauslass angebracht ist. So wird der Filter auch als Pumpe für diesen Wasserfall genutzt.

Paludarium Wasserfall
Das Highlight bildet ein kleiner Wasserfall in der Rückwand. Die Bohrung ist direkt mit dem Filterauslass verbunden.

Tiere und Pflanzen für ein Aquaterrarium

Bei dem Besatz mit Tieren musst du vor allem auf die Platzansprüche achten. Denn den Platz müssen sich Landbewohner und Wasserbewohner teilen. Gerade in so einem kleinen Becken wie meinem kann das schwierig sein. Ansonsten eignen sich alle amphibischen Tiere, aber auch Fische und Garnelen sowie Landlebewesen, solange diese nicht im Wasser ertrinken können.

Mein Becken ist recht dicht besetzt. Den Kern bilden drei Vampirkrabben. Diese bewohnen hauptsächlich den Landteil und gehen nur gelegentlich ins Wasser. Das ist auch der Grund warum ich den Landteil durch die Kokosnüsse vergrößert habe. Die Erde scheinen die Krabben deutlich lieber zu haben als den harten Felsen. Den Wasserteil bewohnten ursprünglich Zwerggarnelen und Guppys. Letztere nehmen jedoch keine Rücksicht auf das geringe Platzangebot und vermehren sich fleißig. Aus diesem Grund habe ich die Guppys weitestgehend abgegeben und stattdessen einen Kampffisch eingesetzt.

Kampffisch im Paludarium
Der Unterwasserteil bietet mit etwa 20 Litern Volumen gerade genug Platz für einen Kampffisch. Im vorderen Bereich ist Raum zum schwimmen, hinten locken viele dunkle Verstecke.

Ich war mir nicht sicher, ob der Kampffisch mit den Krabben klar kommt. Daher habe ich bewusst eine Zuchtform mit kleineren Flossen ausgewählt. Bis jetzt ohne Probleme. Anfänglich hatte der Kampffisch großes Interesse an den Garnelen, mittlerweile leben aber alle Tiere friedlich nebeneinander und lassen sich gegenseitig in Ruhe.

Als Pflanzen eigenen sich am besten Schwimmpflanzen die die Wasseroberfläche bedecken. Auf dem Landteil musst du etwas ausprobieren, was wächst. Mir kam hierbei etwas meine Erfahrung mit einem Wabi Kusa zu gute. Von daher weiß ich schon grob welche Pflanzen auch emers wachsen. Grundsätzlich sind das aber alle, die du im Handel als 1-2-grow oder in vitro angeboten bekommst. Denn diese wurden schon von der Gärtnerei emers groß gezogen.

Aller Anfang ist schwer

Und die Moral von der Geschicht? Wenn du auf irgend etwas Bock hast, dann mach es! Ich habe mich viel zu lange zurück gehalten aus Angst ich würde mich mit einem Paludarium übernehmen. Jetzt habe ich eins und es ist kein bisschen schwerer als ein normales Aquarium. Ganz im Gegenteil. Da die Pflanzen über Wasser deutlich langsamer wachsen, müssen diese auch weniger gepflegt werden. Un dob man täglich Fische oder Krabben füttert, da ist egal.

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