Warum die Aquarium Beleuchtung wichtig ist

Letzte Aktualisierung am 1. Oktober 2019

Jedes Aquarium das ich kenne wird irgendwie beleuchtet. Die Aquarium Beleuchtung gehört zu einem Aquarium einfach dazu. Oder hast du schon einmal hinterfragt, ob sie überhaupt notwendig ist? Ob das richtig ist, ist eine Frage des Standpunktes. Denn unsere Fische benötigen keine Beleuchtung im Aquarium. Ganz im Gegenteil. Unsere Tiere fühlen sich sogar bei weniger Licht wohler als unter der grellen Aquarium Beleuchtung. Anders sehen das wohl die Pflanzen im Becken. Die brauchen sehr wohl Licht für die Photosynthese. Und dann sind da noch wir. Wir wollen sehen was im Aquarium passiert. Und das können wir nur mit Licht.

Warum muss ein Aquarium beleuchtet werden?

Der erste Grund liegt somit auf der Hand. Und das bist du!

Die Sichtbarkeit unserer Tiere

Du pflegst deine Tiere. Du willst sehen was sie tun. Und ob alles in Ordnung ist. Ohne eine Lichtquelle im Aquarium siehst du nur Spiegelungen. So als würdest du versuchen nachts durch ein Fenster in ein unbeleuchtetes Haus oder Auto zu sehen. Da es im Innenraum dunkler ist als draußen, gelangt kein Licht von den Objekten an unser Auge. Es wird einfach zu viel wieder nach innen reflektiert. Um vernünftig sehen zu können, muss es im Aquarium heller sein als draußen.

Fassade mit spiegelnden Fenstern
Da es in den Räumen dunkler ist als draußen, kann man durch die spiegelnden Scheiben nicht ins Gebäude sehen. So ist es auch beim Aquarium.

Brauchen unsere Fische Licht?

Ein zweiter Grund könnten unsere Fische sein. Doch wie oben bereits angesprochen, fühlen diese sich ehr mit weniger Licht wohl. Das Streulicht aus unseren Räumen reicht den Fischen schon aus. Wir bringen mit der zusätzlichen Beleuchtung sehr viel zusätzliches Licht ein. Umso wichtiger ist es also ein Licht zu verwenden, dass dem natürlichen Habitat entspricht. Buntbarsche aus dem Malawisee leben zum Beispiel in einer Wassertiefe von etwa zehn Metern. In dieser Tiefe wurde schon viel gelbes und oranges Licht absorbiert. In einem Malawisee-Biotop enthält das Licht daher einen hohen Blau-Anteil. Aquarien die Uferbereiche von tropischen Bächen darstellen enthalten dagegen mehr rötliche Anteile im Licht.

Pflanzen können nicht ohne Licht!

Der Hauptgrund für die Aquarium Beleuchtung sind aber Pflanzen. In den meisten Becken werden neben den Tieren auch Pflanzen gepflegt. Diese benötigen die unterschiedlichsten Nährstoffe. Der wichtigste von allen ist das Licht. Deshalb können wir auch nicht einfach eine Glühbirne über das Aquarium hängen. Das Lichtspektrum muss für die Photosynthese der Pflanzen geeignet sein.

Schematische Darstellung der Fotosynthese
Mit Hilfe des Lichtes wandelt die Pflanze Kohlendioxyd und Wasser in wichtige Nährstoffe um.

Was ist die beste Aquarium Beleuchtung?

Die beste Aquarium Beleuchtung ist daher die, die sowohl unseren Tieren ein möglichst natürliches Licht bietet, und dabei unseren Pflanzen eine bestmögliche Photosynthese erlaubt. Ausfallen tun damit schon mal alle klassischen Leuchtmittel mit Glühfaden. Bei diesen Typen ist das Lichtspektrum nur schwer einstellbar. Leicht ist das hingegen bei Leuchtmitteln die einen hohen UV-Anteil haben, da dieser mit Hilfe von fluoreszierenden Stoffen in sichtbares Licht der gewünschten Wellenlänge umgewandelt werden kann. Das ist der Grund, weshalb Leuchtstoffröhren von innen mit seltenen Erden beschichtet sind.

Gasentladungslampen in der Aquaristik

Aber nicht nur Quecksilberdampflampen wie Leuchtstoffröhren arbeiten so. Auch Natriumdampflampen und Halogen-Metalldampflampen arbeiten nach diesem Prinzip. Letztere sind uns in der Aquaristik als HQI-Brenner bekannt. Diese bieten eine sehr große Lichtausbeute bei einem sehr guten Lichtspektrum und stehen der modernen LED-Beleuchtung daher kaum nach.

Mit einem Reflektor kann die Lichtausbeute einer T5-Leuchtstofflampe verdoppelt werden.
Mit einem Reflektor kann die Lichtausbeute einer T5-Leuchtstofflampe verdoppelt werden.

Die LED als Aquarium Beleuchtung

Übrigens werden auch bei der LED solche umwandelnden Stoffe mit vergossen. Das Licht was wir sehen, ist nicht unbedingt das, was auch beim Elektronenübergang erzeugt wird. So kann hier also genau so das passende Lichtspektrum eingestellt werden. Nur auf viel kleinerem Raum. Und das macht die LED für unsere kompakten Heim-Aquarien so interessant.

Die einzelnen Chips des Fluval Aqualife and Plant LED-Balken
LED-Leuchtbalken bestehen, wie diese Fluval Aqualife and Plant, in der Regel aus vielen einzelnen Chips unterschiedlicher Wellenlänge.

Was jetzt also die beste Aquarium Beleuchtung ist? Vermutlich die LED. Die kann alles, was andere Leuchtmittel auch können. Nur kleiner und gut steuerbar. Aber schaut doch mal, was die beliebtesten Produkte im Bereich der Aquarium Beleuchtung sind.

Wie lange die Aquarium Beleuchtung brennen soll

Egal welche Art der Aquarium Beleuchtung man am Ende nutzt, irgendwann muss sie ein- und wieder ausgeschaltet werden. Bei der Inbetriebnahme des ersten Aquariums steht man dann schlagartig vor der Frage, wann dafür die richtige Uhrzeit ist. Aus diesem Grund hatte ich bereits einen ganzen Artikel nur zu diesem Thema geschrieben.

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Modelle, die sich mehr oder weniger am natürlichen Tagesablauf orientieren. Idealisiert ist es zwölf Stunden am Tag hell, und zwölf Stunden dunkel. Demnach könnte die Beleuchtung zum Beispiel von 09:00 bis 21:00 Uhr eingeschaltet sein. Andere versuchen hier Unregelmäßigkeiten wie eine starke Bewölkung über Mittag oder Schatten von großen Bäumen mit einzubringen.

Ich selber habe seit einiger Zeit eine LED-Beleuchtung von sera, die über den gesamten Tagesverlauf vorbeiziehende Wolken simuliert. Damit bin ich total glücklich. Und machen wir uns nichts vor, das Licht muss brennen, wenn du was von deinem Aquarium sehen willst. Wähle also ein Modell was zu dir passt.

Das halte ich von einer Beleuchtungspause

Der große Wolkenbruch der den tropischen Regenwald über Mittag heimsucht wurde von diesen Modellen durch eine Beleuchtungspause von mindestens drei Stunden simuliert. So sagt man. Tatsächlich liegt der Ursprung dieser Pause aber in der Leistungsfähigkeit früherer Leuchtmittel. Die waren einfach nicht für einen Dauerbetrieb von zwölf Stunden ausgelegt und mussten zwischendurch abgeschaltet werden. Heutige Leuchtmittel könnten aber auch problemlos rund um die Uhr leuchten.

Die Beleuchtungspause ist aus meiner Sicht heute nicht mehr notwendig. Und seit meine Beleuchtung durchgehend brennt, habe ich das Gefühl mich weniger mit Algen rumschlagen zu müssen. Dafür wachsen meine Pflanzen besser. Den positiven Effekt der Beleuchtungspause sehe ich daher nicht. Meine Empfehlung, Licht morgens an, abends aus. Ganz einfach.

Wichtig ist nur, dass du nicht nur dein Beleuchtungsmodell, sondern auch dein Leuchtmittel so auswählst, dass es zu deinen Bewohnern passt. Sowohl zu den Tieren, aber noch mehr zu den Pflanzen.

Was für ein Leuchtmittel verwendest du? Und wie lange ist es eingeschaltet? Ich freue mich auf deinen Kommentar.

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