Zitronensalmler – Hyphessobrycon pulchripinnis

Hyphessobrycon pulchripinnis

Zitronensalmler
© Jörg Tripleg | Quelle: Diewasserwelt.de

Der Zitronensalmler, Hyphessobrycon pulchripinnis, stammt aus Brasilien und ist ein temperamentvoller, aktiver, jedoch friedliebender Schwarmfisch. Charakteristisch sind seine zarten, hellen Farben, die erst im Schwarm richtig gut zur Geltung kommen. Einzelne Fische verlassen gerne den Schwarm und verweilen auf ihren Stammplätzen. Fast unbeweglich stehen die Tiere auf ihren Lieblingsplätzen oder kämpfen gegen die Strömung an. In ihrer ursprünglichen Heimat leben die Zitronensalmler in sauberen, klaren, fließenden Gewässern. Im Aquarium benötigen sie Wasser, das mit Sauerstoff angereichert ist.

Eckdaten zum Zitronensalmler

  • Lateinischer Name: Hyphessobrycon pulchripinnis
  • Handelsname: Zitronensalmler,Schönflossensalmler
  • Ordnung: Salmlerartige
  • Familie: Echte Salmler
  • Gattung:Hyphessobrycon
  • Herkunft: Südamerika
  • Größe: 5 cm

Aquarium

  • Länge und Breite: 60x30x40
  • Inhalt in Litern: 80 l

Wasserwerte

  • Temperatur: 24 bis 27 Grad Celsius
  • PH:5.5 – 6.8
  • HG:2 – 20 °dH
  • KH:2 – 10 °dGH

Verhalten

  • Bereich: Mitte
  • Futter: Trocken- und Lebendfutter, Grünfütter
  • Verhalten: Schwarmfisch
  • Anzahl: mindestens 8 Tiere
  • Lebenserwartung: 4 Jahre
  • Vergesellschaftung mit Garnelen: ja
  • Schwierigkeitsgrad: Anfänger

Geschlechtsunterschiede

Zitronensalmler haben wie fast alle Salmler eine Fettflosse am Schwanzstiel. Auffallend sind die schwarzen und gelben Flecken an den Bauch- und Rückenflossen. Die Schwanzflosse ist zitronengelb gefärbt und hat dunkle Abzeichen. Bei den Fischen ist entweder die gesamte Iris oder zumindest die Oberseite der Iris rot gefärbt.
Zitronensalmler werden vier bis fünf Zentimeter groß. Männliche und weibliche Fische unterscheiden sich durch ihre Körperform. Die Männchen sind etwas kleiner und schlanker als die Weibchen.

Weibliche Zitronensalmler sind wesentlich hochrückiger als männliche Tiere. Die männlichen Zitronensalmler haben jedoch einen viel kräftigeren, schwarzen Saum an der Afterflosse.

Zucht

Die Nachzucht im Aquarium ist schwierig und gelingt nur erfahrenen Aquarianern. Nicht nur die Wasserwerte müssen perfekt sein, auch das Zuchtpaar muss gut zusammengestellt werden. Sogar die Fütterung ist für eine erfolgreiche Zucht nicht unwesentlich. Durch ausgeglichene Nahrung mit lebendigem oder gefrorenem Futter werden die Fische zum Laichen gebracht. Als Lebendfutter gut geeignet sind frisch geschlüpfte Salzkrebschen und Daphnia.

Das Laichbecken muss nicht besonders groß sein. Ein Becken mit 50 mal 50 mal 25 Zentimeter ist vollkommen ausreichend. Wichtig ist, dass das Laichbecken sehr sauber ist. Das Zuchtbecken muss mit sehr weichen, kalkfreien sowie leicht sauren Wasser befüllt werden. Es kann mit demineralisiertem Wasser oder reinem Regenwasser befüllt werden.

Das Becken ist für seine Bewohner bereit, wenn die Wassertemperatur zwischen 24 und 26 Grad Celsius beträgt und der pH-Wert zwischen 5,5 und 6,5 liegt.

Das Zitronensalmlerpaar wird sich hin und wieder umarmen. Während dieser Umarmungen hält sich das Weibchen fast aufrecht und das Männchen tänzelt um sie herum. Jedes Mal werden einige Eier ausgestoßen und da diese nur halbklebend sind, werden ein paar von den Eiern auf den Beckenboden fallen. Deshalb ist es wichtig, dass sich viel Moos im Zuchtbecken befindet. Sobald die Fische die Paarung beendet hat, werden sie wieder in das Aquarium gesetzt. Das ist unbedingt erforderlich, denn als Laichräuber fressen sie die Eier sofort auf.

Nachdem die Elterntiere aus dem Zuchtbecken entfernt wurden, wird das Becken mit dunklem Papier abgedeckt. Die Larven sind sehr lichtempfindlich und es sollte kein Licht in das Becken eindringen.

Aufzucht

Am vierten Tag nach dem Laichen schwimmen die Jungfische frei herum und müssen mit kleinstmöglichem Futter gefüttert werden. Infrage kommen beispielsweise Infusorien oder flüssiges Futter. Nach einer Woche kann der Nachwuchs mit frisch geschlüpften Salinenkrebschen ernährt werden. Die Jungtiere wachsen schnell heran und werden innerhalb von rund sechs Monaten geschlechtsreif.

Vergesellschaftung

Zitronensalmler sind Schwarmfische und dürfen nicht alleine oder zweit gehalten werden. Eine Vergesellschaftung ist mit Roten Neons, Harnisch- und Panzerwelsen sowie mit anderen friedlichen Salmlerarten möglich. Das Zusammenleben mit Garnelen funktioniert ohne Probleme, der Garnelennachwuchs wird aber gefressen.

Häufig gestellte Fragen

Wie kann eine Verpilzung des Laichs verhindert werden?

Torf im Wasser wirkt als Fungizid. Nachdem das Becken mit Wasser gefüllt ist, kommt eine Handvoll Torf in das Laichbecken. Zu Beginn schwimmt der Torf auf der Wasseroberfläche, nach einigen Tagen sinkt er zu Boden. Während dieses Vorganges verfärbt sich das Wasser braun. Als Alternative können Erlenzapfen in das Becken gegeben werden.

Was fressen Zitronensalmler in der freien Natur?

Zitronensalmler ernähren sich in ihrer natürlichen Umgebung von Insektenlarven, Würmern und Zooplankton.

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